1. Buch vom Beginn der Offenbarung
1. Unterkapitel: Wie die Offenbarung an den Gesandten Allahs ﷺ begann Und die Worte desjenigen, der in Ehren erwähnt wird: „Wir offenbarten dir wahrhaftig, wie Wir auch Nūḥ und den Propheten nach ihm offenbarten.“
1. Von: ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb
Es lehrte uns al-Ḥumaydī, ʿAbdullāh ibn az-Zubayr, es lehrte uns Sufyān, es lehrte uns Yaḥyā b. Saʿīd al-Anṣārī, es berichtete mir Muḥammad ibn ʾIbrāhīm at-Taymī, dass er ʿAlqama ibn Waqqāṣ al-Layṯī sagen hörte: Ich hörte ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb auf dem minbar sagen: Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen: „Die Taten sind allein nach den Absichten, und jedem Menschen steht einzig das zu, was er beabsichtigt. Wessen Auswanderung also zu Weltlichem ist, das er erstrebt, oder zu einer Frau, die er ehelicht, so führt ihn seine Auswanderung zu dem Zweck, dessentwegen er auswanderte.“
Referenz: Al-Buḫārī 1
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2. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Yūsuf, es berichtete uns Mālik von Hišām ibn ʿUrwa von seinem Vater [ʿUrwa ibn az-Zubayr], von ʿĀʾiša, der Mutter der Gläubigen, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass al-Ḥāriṯ ibn Hišām - möge Allah mit ihm zufrieden sein - den Gesandten Allahs ﷺ fragte: „O Gesandter Allahs, wie überkommt dich die Offenbarung? Darauf antwortete der Gesandte Allahs ﷺ: „Manchmal überkommt sie mich wie das Dröhnen der Glocke, dies fällt mir am schwersten. Wenn sie dann endet, habe ich begriffen, was er (der Engel) gesagt hat. Und manchmal erscheint mir der Engel in Mannesgestalt und spricht zu mir, sodass ich begreife, was er sagt.“ ʿĀʾiša - möge Allah mit ihr zufrieden sein - sagte: „Ich sah, wie ihn die Offenbarung an einem eiskalten Tag überkam, als sie endete, war sein Gesicht schweißüberströmt.“
Referenz: Al-Buḫārī 2
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3. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Es lehrte uns Yaḥyā ibn Bukayr, es lehrte uns al-Layṯ von ʿUqayl von Ibn Šihāb von ʿUrwa ibn az-Zubayr von ʿĀʾiša - möge Allāh mit ihr zufrieden sein: Das erste, womit bei ihm ﷺ die Offenbarung begann, war das wahre Gesicht im Traum. Jeder Traum kam klar wie die Morgendämmerung zu ihm. Anschließend wurde ihm die Abgeschiedenheit lieb. Er zog sich also in der Höhle Ḥirāʾ zurück, in der er meditierte. Damit ist die Anbetung über zahlreiche Nächte hinweg gemeint, bevor er sich losriss und zu einer Familie ging, um sich für dieses Vorhaben mit Proviant einzudecken. Dann kehrte er zu Ḫadīǧa zurück, um sich erneut für eine gleiche Zeit einzudecken. Dies ging so fort, bis ihm der Wahrhaftige erschien, als er gerade in der Höhle Ḥirāʾ war. Und so erschien ihm der Engel und sagte: „Lies!“ Er antwortete: „Ich lese nicht.“ Er sagte: „Und so packte er mich und drückte mich, bis er mich erschöpfte, dann ließ er mich los und sagte: ‚Lies!' Ich antwortete: ‚Ich lese nicht.' Und so packte er mich und drückte mich zum zweiten Mal, bis er mich erschöpfte, dann ließ er mich los und sagte: ‚Lies!' Ich antwortete: ‚Ich lese nicht.' Und so packte er mich und drückte mich zum dritten Mal, dann ließ er mich los und sagte: ‚Lies mit dem Namen deines Herrn, der erschuf, Er erschuf den Menschen aus einem Anhängsel. Lies, wo doch dein Herr der Edelste ist!'“ Und so kehrte der Gesandte Allāhs ﷺ mit diesen Worten bebenden Herzens zurück. Als er bei Ḫadīǧa bint Ḫuwaylid - möge Allāh mit ihr zufrieden sein - eintrat, sagte er: „Deckt mich zu, deckt mich zu!“ Und so deckten sie ihn zu. Als der Schrecken von ihm gewichen war, sagte er zu Ḫadīǧa, nachdem er ihr vom Vorfall erzählt hatte: „Ich hatte Angst um mich.“ Doch Ḫadīǧa erwiderte: „Nein, bei Allāh, Allāh erniedrigt dich niemals! Du hältst doch den Kontakt zu den Verwandten, trägst den Gebrochenen, gibst dem Mittellosen, bewirtest den Gast und hilfst bei wahrhaftigen Heimsuchungen.“ Und so ging Ḫadīǧa mit ihm zu Waraqa ibn Nawfal ibn ʾAsad ibn ʿAbdilʿuzzā, dem Vetter Ḫadīǧas. Er war ein Mann, der in der Ǧāhiliyya Christ geworden war. Er schrieb die hebräische Schrift, und so schrieb er gar einiges vom Evangelium ab. Doch war er bereits ein alter Mann und blind. Ḫadīǧa sagte zu ihm: „O Vetter, höre deinen Neffen an!“ Waraqa antwortete: „O mein Neffe, was siehst du?“ Und so erzählte ihm der Gesandte Allāhs ﷺ, was er gesehen hatte. Waraqa sagte dazu: „Dieser heimliche Bote ist es, der auch zu Mūsā herabkam. Hätte ich doch noch die Kraft der Jugend! Hoffentlich bin ich noch am Leben, wenn dich dein Volk vertreibt!“ Sogleich fragte der Gesandte Allāhs ﷺ: „Werden sie mich denn vertreiben?“ Er erwiderte: „Ja, kein Mann überbrachte jemals etwas wie das, was du überbringst, der nicht angefeindet wurde. Und wenn ich deinen Tag noch erlebe, werde ich dir tatkräftig beistehen!“ Doch verging nur wenig Zeit, bis Waraqa verstarb, und die Offenbarung blieb aus.
Referenz: Al-Buḫārī 3
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4. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī
Ibn Šihāb sagte: Und es berichtete mir ʾAbū Salama ibn ʿAbdirraḥmān, dass Ǧābir ibn ʿAbdillāh al-ʾAnṣārī über das Ausbleiben der Offenbarung in einem Hadith zitierte: „Als ich gerade meines Weges ging, hörte ich plötzlich ein Geräusch aus dem Himmel. Ich blickte sogleich gen Himmel. Dort war der Engel, der mir in Ḥirāʾ erschienen war: Er saß auf einem Thron zwischen Himmel und Erde. Ich erschrak vor ihm, ging zu meiner Familie und sagte: ‚Deckt mich zu! Deckt mich zu!', sie deckten mich gleich zu. Darauf offenbarte Allāh, der Erhabene: ‚O du Verhüllter, steh auf und warne!' bis zu den Worten ‚Und den Unrat meide!' Danach setzte die Offenbarung wieder ein und hielt an.“
Referenz: Al-Buḫārī 4
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5. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās
Es lehrte uns Mūsā ibn ʾIsmāʿīl, es lehrte uns ʾAbū ʿAwāna, es lehrte uns Mūsā ibn ʾAbī ʿĀʾiša, es lehrte uns Saʿīd ibn Ǧubair, von Ibn ʿAbbās, der über die Worte „Bewege damit deine Zunge nicht, um es eilig zu haben!“ sagte: „Der Gesandte Allāhs ﷺ ertrug wegen der Offenbarung Schweres, er bewegte währenddessen seine Lippen.“ Ibn ʿAbbās merkte an: „Ich bewege für euch die Lippen so, wie der Gesandte Allāhs ﷺ sie bewegt hatte.“ Darauf offenbarte Allāh, der Erhabene: „Bewege damit deine Zunge nicht, um dich damit zu beeilen! Uns obliegt wahrhaftig seine Sammlung und Verlesung.“ Er erklärte: „Seine Sammlung geschieht in deinem Herzen, sodass du ihn liest.“ Über „Und wenn Wir ihn lesen, so folge seiner Verlesung!“ sagte er: „So höre ihm gut zu!“ „Dann obliegt Uns seine Erklärung“: „Dann obliegt es Uns, dass du ihn liest.“ Und so hörte der Gesandte Allāhs ﷺ nach diesem Ereignis nur noch aufmerksam zu, wenn Ǧibrīl ihn aufsuchte, und wenn Ǧibrīl wegging, sagte der Prophet ﷺ es so auf, wie er es ihm vorgetragen hatte.
Referenz: Al-Buḫārī 5
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6. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās
Es lehrte uns ʿAbdān, es berichtete uns ʿAbdullāh, es berichtete uns Yūnus von az-Zuhrī. Kontrollweg: Und es lehrte uns Bišr ibn Muḥammad, es berichtete uns ʿAbdullāh, es berichtete uns Yūnus und Maʿmar von az-Zuhrī so ähnlich. Dieser sagte: Es berichtete mir ʿUbaydullāh ibn ʿAbdillāh von Ibn ʿAbbās: „Der Gesandte Allāhs ﷺ war der freigiebigste Mensch. Am freigiebigsten war er im Ramaḍān, wenn ihn Ǧibrīl traf. Und er traf ihn jede Nacht im Ramaḍān, er wiederholte mit ihm den Qurʾān. Und so war der Gesandte Allāhs ﷺ gewiss freigiebiger mit Besitz als ein entfesselter Wind.“
Referenz: Al-Buḫārī 6
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7. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās
Es lehrte uns ʾAbū al-Yamān al-Ḥakam ibn Nāfiʿ. Er sagte: Es berichtete uns Šuʿaib von az-Zuhrī, es berichtete mir ʿUbaydullāh ibn ʿAbdillāh ibn ʿUtba ibn Masʿūd, dass ʿAbdullāh ibn ʿAbbās ihm berichtete, dass ʾAbū Sufyān ibn Ḥarb ihm berichtete: Herakleios bat ihn zusammen mit einer Gruppe Quraischiten zu sich. Sie waren als Händler in der Levante in jener Zeit, die der Gesandte Allāhs ﷺ ʾAbū Sufyān und den nichtmuslimischen Quraischiten gewährte. Sie suchten ihn also auf, als sie gerade in ʾĪlyāʾ waren. Und so ließ er sie ein, um ihn herum standen oströmische Würdenträger. Er hieß sie vortreten und rief nach seinem Dolmetscher. Er fragte: „Wer von euch ist am nächsten mit diesem Mann verwandt, der behauptet, ein Prophet zu sein?“ ʾAbū Sufyān sagte: „Ich antwortete: ‚Ich bin am nächsten mit ihm verwandt.' Er fuhr fort: ‚Bringt ihn vor mich und lasst seine Gefährten näher herankommen, sie sollen hinter seinem Rücken sein!' Dann sagte er zu seinem Dolmetscher: ‚Sag ihnen, ich frage diesen nach diesem Mann. Wenn er mich anlügt, sollt ihr seine Lüge offenlegen!' Bei Allāh, hätte ich mich nicht davor geschämt, dass sie mich beim Lügen ertappen, so hätte ich über ihn gelogen. Das erste, wonach er mich fragte, war: ‚Wie ist seine Abstammung unter euch?' Ich antwortete: ‚Er stammt aus einer bei uns angesehenen Familie.' Er fragte: ‚Hat jemand unter euch so etwas jemals vor ihm gesagt?' Ich antwortete: ‚Nein.' Er fragte: ‚War unter seinen Vorfahren ein König?' Ich antwortete: ‚Nein.' Er fragte: ‚Folgen ihm die Edelleute oder die Schwachen?' Ich antwortete: ‚Eher die Schwachen.' Er fragte: ‚Nehmen sie ab oder zu?' Ich antwortete: ‚Sie nehmen eher zu.' Er fragte: ‚Fällt manch einer von ihnen aus Hass gegen seine Religion vom Glauben ab, nachdem er sie angenommen hatte?' Ich antwortete: ‚Nein.' Er fragte: ‚Habt ihr ihn der Lüge bezichtigt, bevor er diese Worte äußerte?' Ich antwortete: ‚Nein.' Er fragte: ‚Betrügt er?' Ich antwortete: ‚Nein, aber wir haben mit ihm eine Frist abgemacht und wissen nicht, was er in ihr tun wird.' Ich hatte bei keinem anderen Satz die Möglichkeit, etwas hinzuzufügen, bis auf diesen Satz. Er fragte: ‚Habt ihr gegen ihn gekämpft?' Ich antwortete: ‚Ja.' Er fragte: ‚Wie lief euer Kampf gegen ihn ab?' Ich antwortete: ‚Der Krieg zwischen uns ist wechselseitig, er schlägt uns und wir ihn.' Er fragte: ‚Was gebietet er euch?' Ich antwortete: ‚Er sagt: Verehrt Allāh allein und gesellt Ihm nichts bei, und lasst von dem ab, was eure Vorväter sagten, und er gebietet uns das Gebet, die Zakāt, Ehrlichkeit, Keuschheit und Kontaktpflege.' Da sagte er zu seinem Dolmetscher: ‚Sag ihm: Ich habe dich nach seiner Abstammung gefragt, und du hast erwähnt, dass er unter euch von guter Abstammung ist. Und so ist es auch mit den Gesandten, sie werden zu den Leuten entsandt, von denen sie abstammen. Und ich habe dich gefragt, ob jemand von euch diese Worte geäußert hatte, und du hast dies verneint. Ich denke mir, hätte jemand dies zuvor gesagt, so hätte ich gesagt, er ist ein Mann, der Worte wiederholt, die schon vor ihm gesagt wurden. Und ich habe dich gefragt: War unter seinen Vorfahren ein König? Du hast dies verneint. Und so sage ich mir: Wäre unter seinen Vorfahren ein König gewesen, so hätte ich mir gedacht, er sei ein Mann, der die Herrschaft seines Vorfahren einfordert. Und ich habe dich gefragt, ob ihr ihn der Lüge bezichtigt habt, bevor er diese Worte äußerte, und du hast dies verneint. Und so weiß ich, dass er kaum die Menschen belügt und dann über Allāh lügt. Und ich habe dich gefragt: Folgen ihm die Edelleute oder die Schwachen? Du hast erwähnt, dass ihm die Schwachen folgen, und genau sie sind die Anhänger der Gesandten. Und ich habe dich gefragt: Nehmen sie ab oder zu? Und du hast erwähnt, dass sie zunehmen. Und so ergeht es dem Glauben bis zu seiner Vollendung. Und ich habe dich gefragt: Fällt manch einer aus Hass gegen seine Religion vom Glauben ab, nachdem er sie angenommen hatte? Du hast dies verneint. Und so steht es um den Glauben, wenn seine Verheißung die Herzen durchdringt. Und ich habe dich gefragt: Betrügt er? Du hast dies verneint. Und auch die Gesandten betrügen nicht. Und ich habe dich gefragt, was er euch gebietet. Du hast erwähnt, dass er euch gebietet, Allāh allein zu verehren und Ihm nichts beizugesellen, und er verbietet euch die Götzenverehrung und weist euch zum Gebet, zur Ehrlichkeit und Keuschheit an. Wenn das, was du sagst, wahr ist, so wird er den Platz unter diesen meinen Füßen einnehmen. Ich habe gewusst, dass er erscheinen wird, doch habe ich nicht damit gerechnet, dass er einer von euch ist. Wüsste ich nur, wie ich zu ihm gelangen könnte, so nähme ich den langen Weg zu ihm auf mich. Und wäre ich bei ihm, wüsche ich ihm die Füße.' Darauf ließ er sich den Brief des Gesandten Allāhs ﷺ bringen, den dieser über Diḥya an den Herrscher Busras gerichtet hatte. Dieser reichte den Brief an Herakleios weiter. Er las ihn vor, darin stand: Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Von Muḥammad, dem Diener und Gesandten Allāhs, an Herakleios, den Würdenträger der Byzantiner. Friede sei mit dem, der der Rechtleitung folgt. Ich lade dich zum Ruf des Islams ein. Gib dich hin, so bist du errettet und Allāh beschert dir deine Belohnung zweifach. Wenn du dich aber abwendest, so lastet auf dir die Sünde der Untertanen. Und: „O ihr Leute der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch: Dass wir nur Allāh verehren und Ihm nichts beigesellen, und dass wir uns nicht gegenseitig zu Herren neben Allāh nehmen. Und wenn sie sich abwenden, so sagt: ‚Bezeugt, dass wir gottergeben sind!'“ ʾAbū Sufyān fügte hinzu: „Als er seine Rede beendet und den Brief verlesen hatte, wurde es um ihn unruhig und Stimmen wurden laut, und so wurden wir hinausgebeten. Als wir hinausgebeten wurden, sagte ich zu meinen Gefährten: ‚Die Sache mit Ibn ʾAbī Kabša ist so weit, dass ihn sogar der König der Blonden fürchtet!' Ich war ab jenem Zeitpunkt davon überzeugt, dass er die Oberhand gewinnen werde, bis Allāh mir schließlich eingab, den Islām anzunehmen.“ Ibn an-Nāṭūr war der Stadthalter von Jerusalem und Herakleios war der Bischof der Christen der Levante. Er erzählte, dass Herakleios eines Morgens schlecht gelaunt war, als er in Jerusalem war. Einer seiner Patrizier sagte zu ihm: „Deine Haltung missfällt uns.“ Ibn an-Nāṭūr erzählte: „Herakleios war ein Sterndeuter, der in die Sterne blickte. Als die Leute ihn fragten, antwortete er ihnen: ‚Ich habe heute Nacht, als ich in die Sterne blickte, gesehen, dass der König der Beschnittenen erschienen ist. Welche Völker hier praktizieren die Beschneidung?' Sie sagten: ‚Nur die Juden beschneiden. Um sie brauchst du dir keine Sorgen machen. Schreib an die Städte deines Herrschaftsgebiets, sie sollen alle Juden darin töten.' Während sie dem nachgingen, wurde Herakleios ein Mann gebracht, den der König vom Stamm Ġassān geschickt hatte. Er berichtete vom Gesandten Allāhs ﷺ. Als Herakleios ihn ausgefragt hatte, sagte er: ‚Geht und schaut, ob er beschnitten ist!' Und so schauten sie nach und berichteten ihm, er sei beschnitten. Und so fragte er ihn nach den Arabern. Er antwortete: ‚Sie kennen die Beschneidung.' Da sagte Herakleios: ‚Das ist der König dieser Nation, er ist also da.' Anschließend schrieb Herakleios an seinen Gefährten in Ostrom, der ihm im Wissen ebenbürtig war. Und so reiste Herakleios nach Homs, doch bevor er noch in Homs anlangte, erhielt er einen Brief seines Gefährten, in dem er Herakleios Meinung beipflichtete, dass der Prophet ﷺ bereits erschienen sei und dass er ein Prophet sei. Und so rief Herakleios die oströmischen Würdenträger in seinen Palast bei Homs. Anschließend hieß er die Tore schließen. Als sie geschlossen waren, blickte er auf und sagte: „O Römer, wollt ihr Erfolg und Rechtleitung, und dass eure Macht bestehen bleibt? Dann schwört diesem Propheten die Treue!“ Da stürzten sie sich wie Wildesel in Richtung der Tore, doch fanden sie sie verschlossen vor. Als Herakleios ihre Abneigung erkannte und die Hoffnung an den Glauben aufgab, sagte er: „Holt sie zurück!“ Dann sagte er: „Ich habe dies eben gesagt, um eure Standhaftigkeit in eurem Glauben zu prüfen. Diese habe ich nun gesehen.“ Und so warfen sie sich vor ihm nieder und hielten zu ihm. Und an dieser Überzeugung hielt Herakleios bis zuletzt fest.
Referenz: Al-Buḫārī 7
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