2. Buch des Gebets

1. Unterkapitel: Über die Zeiten des Gebets

50. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Von Abū ʿAmr aš-Šaibānī - sein Name war Saʿd b. Īyās: Der Besitzer dieses Hauses - wobei er auf das Haus von ʿAbdullāh b. Masʿūd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, zeigte - hat mir berichtet, dass er den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, fragte: „Welche Tat ist Allah am liebsten?” Er antwortete: „Das Gebet zur ersten Zeit.” Ich fragte: „Und welche dann?” Er erwiderte: „Das Ehren der Eltern.” Ich fragte: „Und welche dann?” Er antwortete: „Die Bemühung für die Sache Allahs.” Er (ʿAbdullāh b. Masʿūd) sagte: „Dies hat der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mir berichtet, hätte ich weiter gefragt, hätte er mir mehr genannt.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 50

51. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Wenn der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Morgengebet betete, nahmen gläubige Frauen in ihre Wollüberwürfe (murūṭ) eingehüllt teil. Wenn sie danach in ihre Häuser zurückkehrten, wurden sie wegen des Zwielichts (ġalas) nicht erkannt.” Murūṭ sind verzierte Wollgewänder aus Rohseide oder Wolle. Ġalas ist die Mischung zwischen dem Licht der Dämmerung und der Finsternis der Nacht.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 51

52. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, pflegte das Mittagsgebet (ẓuhr) in der Mittagshitze zu beten, das Nachmittagsgebet (ʿaṣr), solange die Sonne noch klar (hell) war, das Abendgebet (maġrib), sobald sie (die Sonne) fiel (unterging), und das Nachtgebet (ʿišāʾ) mal so und mal so: Wenn er sah, dass sie (seine Gefährten) versammelt waren, betete er es früh, und wenn er sah, dass sie sich verspäteten, schob er es auf. Und das Morgengebet (ṣubḥ) betete er stets im Zwielicht.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 52

53. Von: Abū Barza al-Aslamī

Abū al-Minhāl Sayyār b. Salāma sagte: Ich und mein Vater suchten einst Abū Barza al-Aslamī auf, mein Vater sagte zu ihm: „Erzähl uns, wie der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Pflichtgebet betete?“ Er antwortete: „Er pflegte das der Mittagshitze, das ihr das Erste nennt, zu beten, wenn die Sonne die Richtung wechselt. Wenn er das Nachmittagsgebet gebetet hatte, konnte man zu seinem Heim im entferntesten Teil Medinas zurückkehren, solange die Sonne noch stark ist.” Ich habe vergessen, was er über das Abendgebet sagte. „Er bevorzugte es, das Nachtgebet, das ihr ʿatama (Gebet bei Finsternis) nennt, aufzuschieben. Er verabscheute es, davor zu schlafen und danach zu reden. Er beendete das Morgengebet, wenn der Mann seinen Sitznachbarn erkennen konnte. Er las üblicherweise zwischen sechzig und hundert Verse.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 53

54. Von: ʿAlī b. Abī Ṭālib

Von ʿAlī b. Abī Ṭālib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, am Tag der Grabenschlacht sagte: „Fülle Allah ihre Gräber und Häuser mit Feuer, wie sie uns vom mittleren Gebet abgehalten haben, bis die Sonne unterging.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Sie haben uns vom mittleren Gebet - dem Nachmittagsgebet - abgehalten.” Danach betete er es zwischen dem Abend- und Nachtgebet.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 54

55. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Darin (in Ṣaḥīḥ Muslim) ist von ʿAbdullāh b. Masʿūd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überliefert: Die Götzendiener hielten den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, vom Nachmittagsgebet ab, bis die Sonne rötlich oder gelblich wurde. Da sagte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: „Sie haben uns vom mittleren Gebet - dem Nachmittagsgebet - abgehalten. Fülle Allah ihre Bäuche und ihre Gräber mit Feuer!” Oder er sagte: „Kleide Allah ihre Bäuche und ihre Gräber mit Feuer aus!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 55

56. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Eines Tages wartete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mit dem Nachtgebet bis zur Finsternis. Da ging ʿUmar vor und sagte: „Das Gebet, o Gesandter Allahs! Die Frauen und Kinder haben sich schon hingelegt.“ Da kam er mit tropfendem Kopf hinaus und sagte: „Fiele es meiner Umma nicht zu schwer, hätte ich sie angewiesen, dieses Gebet zu dieser Stunde zu verrichten.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 56

57. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn zum Gebet gerufen wird, jedoch das Abendessen (schon) serviert wurde, dann fangt mit dem Abendessen an!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 57

58. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

In Ṣaḥīḥ Muslim steht von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass sie den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen hörte: „Kein Gebet in Anwesenheit von Essen und auch nicht, wenn man den Stuhl- und Harndrang unterdrückt.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 58

59. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Einige Männer, von denen ich überzeugt bin - und ʿUmar war der beste von ihnen, haben bezeugt, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, verbot, nach dem Morgengebet zu beten, bis die Sonne aufgeht, und nach dem Nachmittagsgebet, bis sie untergeht. [Und (so auch) in der Bedeutung von ähnlichen Hadithen].

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 59

60. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Kein Gebet nach dem Morgengebet, bis sich die Sonne erhebt, und kein Gebet nach dem Nachmittagsgebet, bis die Sonne verschwunden ist.” Zu diesem Thema gibt es auch Überlieferungen von ʿAlī b. Abī Ṭālib, ʿAbdullāh b. Masʿūd, ʿAbdullāh b. ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ, Abū Huraira, Samura b. Ǧundub, Salama b. al-Akwaʿ, Zaid b. Ṯābit, Muʿāḏ b. ʿAfrāʾ, Kaʿb b. Murra, Abū Umāma al-Bāhilī, ʿAmr b. ʿAbasa as-Sulamī und ʿĀʾiša, möge Allah mit ihnen zufrieden sein (über den Gesandten). Ebenso von aṣ-Ṣunābiḥī, der jedoch keine Hadithe vom Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gehört hat.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 60

61. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass ʿUmar am Tag der Grabenschlacht ankam, nachdem die Sonne untergangen war, und anfing, die Glaubensfeinde der Quraiš zu verfluchen. Er sagte: „O Gesandter Allahs! Ich habe das Nachmittagsgebet erst kurz vor dem Sonnenuntergang beten können!” Da erwiderte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: „Bei Allah! Ich habe es noch nicht gebetet.” Wir standen auf und gingen zu Buṭḥān (einem Tal in Medina). Er führte die Gebetswaschung durch und wir auch, sodann betete er das Nachmittagsgebet, nachdem die Sonne untergegangen war und anschließend das Abendgebet.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 61

2. Unterkapitel: Über den Vorzug des Gemeinschaftsgebets und die Verpflichtung dazu

62. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Das Gebet in der Gemeinschaft ist siebenundzwanzig mal besser als das Gebet allein.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 62

63. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Das Gebet eines Mannes in der Gemeinschaft ist fünfundzwanzig Mal mehr als sein Gebet zuhause oder auf dem Markt. Denn wenn er sich ausgiebig zum Gebet wäscht und danach in die Moschee geht - und ihn nur das Gebet in die Moschee führt -, dann wird er für jeden Schritt, den er macht, um einen Rang erhöht und ihm eine Sünde abgenommen. Und nachdem er gebetet hat, werden die Engel nicht aufhören, Bittgebete für ihn zu machen, solange er an seinem Gebetsort bleibt: ‚O Allah, segne ihn! O Allah, erbarme Dich seiner!' Und er bleibt im Gebet, solange er auf ein (weiteres) Gebet wartet.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 63

64. Von: Abū Hurayra

Von ihm (Abū Huraira), möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Das schwierigste Gebet für die Heuchler ist das Nacht- und Morgengebet. Wüssten sie, was sie (an Belohnung) enthalten, dann kämen sie zum Gebet, auch wenn sie kriechen müssten. Ich wollte bereits das Gebet ausrufen und die Leute beten lassen, dann einen Mann beauftragen, die Leute im Gebet zu führen, um selbst begleitet von Männern, die Brennholzbündel dabei haben, zu den Häusern derjenigen zu gehen, die nicht zum Gebet erscheinen, um ihre Häuser niederzubrennen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 64

65. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn eure Frauen euch um Erlaubnis bitten, die Moschee zu besuchen, so hindert sie nicht daran.” Darauf sagte Bilāl b. ʿAbdillāh: „Bei Allah, wir werden sie gewiss daran hindern!” Daraufhin wandte sich ʿAbdullāh ihm zu und schimpfte heftig mit ihm; noch nie sah ich ihn so streng schimpfen. Er sagte: „Ich berichte dir etwas vom Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und du sagst: ‚Bei Allah, wir werden sie gewiss daran hindern!'” In einer Überlieferung heißt es: „Haltet die Dienerinnen Allahs nicht von den Moscheen Allahs ab!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 65

66. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Ich habe mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, zwei rakʿa vor dem Mittagsgebet, zwei danach, zwei nach dem Freitagsgebet, zwei nach dem Abendgebet und zwei nach dem Nachtgebet gebetet.” In einer Überlieferung steht: „Die (freiwilligen rakʿa zum) Abend-, Nacht- und Freitagsgebet betete er zu Hause.” In einer anderen Überlieferung in al-Buḫārī steht, dass Ibn ʿUmar sagte: „Ḥafṣa berichtete mir, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stets zwei kurze rakʿa betete, nachdem die Morgendämmerung begonnen hatte. Dies war eine Zeit, zu der ich nicht beim Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, eintrat.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 66

67. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Kein freiwilliges Gebet hielt der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mehr ein als die zwei (freiwilligen) rakʿa zum Dämmerungsbeginn.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim: „Die zwei (freiwilligen) rakʿa zur Morgendämmerung sind besser als die Welt und alles, was darin ist.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 67

3. Unterkapitel: Über den Gebetsruf

68. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Bilāl wurde angewiesen, (die Sätze) des Gebetsrufs in gerader Zahl und die der iqāma in ungerader Zahl auszurufen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 68

69. Von: Abū Ǧuḥayfa al-Suwāʾī

Von Abū Ǧuḥaifa Wahb b. ʿAbdillāh as-Suwāʾī: Ich suchte einst den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in einem roten kleinen Lederzelt auf. Bilāl kam mit Waschwasser (aus dem Zelt) heraus, manche erheischten viel vom Wasser und andere wenig. Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, kam kurz danach in ein rotes Gewand gekleidet heraus; mir scheint es, als ob ich (jetzt) noch seine weißen Waden sähe. Er vollzog die Gebetswaschung, während Bilāl zum Gebet rief. Ich fing an, seinen Mund zu beobachten, als er sich von rechts nach links und von links nach rechts wandte und rief: „ḥayya ʿalā aṣ-ṣalā - auf zum Gebet!, ḥayya ʿalā al-falāḥ - auf zum Erfolg!” Danach wurde für den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ein Kurzspeer in den Boden gesteckt, dann ging er vor und betete das Mittagsgebet zu zwei rakʿa und danach das Nachmittagsgebet zu zwei rakʿa, vor. Er betete so lange zwei rakʿa, bis er wieder in Medina war.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 69

70. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Der Gebetsruf von Bilāl ist in der Nacht. Also esst und trinkt, bis Ibn Umm Maktūm zum Gebet ruft.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 70

71. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn ihr den Muezzin hört, so sagt dasselbe, was er sagt!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 71

4. Unterkapitel: Einhalten der Qibla

72. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von Ibn ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stets auf seinem Reitkamel freiwillige Gebete betete, wo es sich auch hinwandte, indem er seinen Kopf neigte. Ibn ʿUmar pflegte dies auch zu tun. In einer Überlieferung heißt es: „Er betete das Witr-Gebet auf seinem Kamel.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Allerdings betete er keine Pflichtgebete darauf.” In Ṣaḥīḥ al-Buḫārī steht: „außer die Pflichtgebete.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 72

73. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von Ibn ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Als die Leute in Qubāʾ im Morgengebet waren, kam plötzlich ein Mann zu ihnen und sagte: ‚Dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, wurde gestern Abend ein Vers herabgesandt. Ihm wurde geheißen, sich der Qibla zuzuwenden.' Sie wandten sich ihr sogleich zu, ihre Gesichter waren zuvor der Levante zugewandt, also drehten sie sich zur Kaaba hin.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 73

74. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Sīrīn: „Wir empfingen Anas (b. Mālik), als er von der Levante zurückkam und trafen ihn bei ʿAin at-Tamr. Ich sah ihn auf einem Esel beten, wobei seitlich, das heißt links der Qibla abgewandt war. Also fragte ich ihn: ‚Ich habe gesehen, dass du nicht in Richtung der Qibla gebetet hast?' Er antwortete: ‚Hätte ich den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, dies nicht tun sehen, hätte ich es nicht getan.'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 74

5. Unterkapitel: Über die Gebetsreihen

75. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Richtet eure Reihen, denn das Richten der Reihen gehört zum vollständigen Gebet.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 75

76. Von: Al-Nuʿmān b. Bašīr

Von an-Nuʿmān b. Bašīr, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen: „Entweder richtet ihr eure Reihen oder Allah wird Zwietracht zwischen euch (eure Gesichter) säen.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, pflegte unsere Reihen zu richten, als ob er einen Pfeil glätten würde, bis er feststellte, dass wir dies verinnerlicht hatten. Als er eines Tages herauskam und beinahe den takbīr gesprochen hätte, sah er einen Mann, der mit seiner Brust herausstach. Also sagte er: „Diener Allahs! Entweder richtet ihr eure Reihen oder Allah wird Zwietracht zwischen euch (eure Gesichter) säen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 76

77. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überliefert, dass seine Großmutter Mulaika den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, zu einem Essen einlud, das sie gekocht hatte. Er aß davon, anschließend sagte er: „Steht auf, damit ich für euch vorbete.” Anas sagte: „Ich stand auf, nahm eine kleine Bastmatte, die vom langen Gebrauch schon schwarz geworden war und besprengte sie mit Wasser. Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stand darauf, während ich und ein Waisenkind hinter ihm eine Reihe bildeten, und die alte Frau war hinter uns. Er betete zwei rakʿa vor, dann drehte er sich um.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim heißt es, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mit ihm und seiner Mutter [oder Tante] betete. Er sagte: „Er stellte mich rechts neben ihn und die Frau hinter uns.” Es heißt, dass das erwähnte Waisenkind im Hadith Ḍumaira, der Großvater von Ḥusain b. ʿAbdillَāh b. Ḍumaira ist.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 77

78. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Ich übernachtete einst bei meiner Tante Maymūna. Der Gesandte stand in der Nacht auf, um zu beten, also stellte ich mich zu seiner Linken auf, doch nahm er mich beim Kopf und ließ mich zu seiner Rechten stehen.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 78

6. Unterkapitel: Über Gebetsleitung

79. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Befürchtet denn nicht, wer seinen Kopf vor dem Imam hebt, dass Allah seinen Kopf in einen Eselskopf oder seine Gestalt in die eines Esels verwandelt?”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 79

80. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Der Imam wurde bestimmt, um befolgt zu werden, also handelt ihm nicht zuwider! Wenn er ‚Allahu akbar' sagt, dann sagt: ‚Allahu akbar'! Wenn er sich verbeugt, verbeugt euch! Wenn er: ‚samiʿa Allāh li-man ḥamidah - Allah erhört den, der Ihn lobpreist' sagt, so sagt: ‚Allāhumma rabbanā wa laka al-ḥamd - o Allah, unser Herr, und Dir gebührt der Lobpreis!' Wenn er sich niederwirft, werft euch nieder und wenn er im Sitzen betet, so betet alle im Sitzen!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 80

81. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Eines Tages betete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, wegen Schmerzen zuhause. Er betete im Sitzen, während die Menschen, die hinter ihm waren, im Stehen beteten. Er gab ihnen ein Zeichen, dass sie sich hinsetzen sollten. Als er sich umdrehte, sagte er: „Der Imam wurde bestimmt, um befolgt zu werden. Wenn er sich verbeugt, verbeugt euch! Wenn er seinen Kopf hebt, hebt eure Köpfe! Wenn er: ‚samiʿa Allāh li-man ḥamidah - Allah erhört den, der Ihn lobpreist' sagt, so sagt: ‚rabbanā wa laka al-ḥamd - unser Herr, und Dir gebührt der Lobpreis!' Und wenn er im Sitzen betet, so betet alle im Sitzen!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 81

82. Von: Al-Barāʾ b. ʿĀzib

Von ʿAbdullāh b. Yazīd al-Ḫaṭmī al-Anṣārī: al-Barāʾ, möge Allah mit ihm zufrieden sein, hat mir berichtet - und er ist kein Lügner: Wenn der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, „samiʿa Allāh li-man ḥamidah - Allah erhört den, der Ihn lobpreist“ sagte, dann beugte niemand von uns seinen Rücken (zur Niederwerfung), bis der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sich niedergeworfen hatte. Erst dann gingen wir zur Niederwerfung über.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 82

83. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn der Imam ‚āmīn' sagt, so sagt: ‚ʾāmīn'! Denn wessen ‚āmīn' im Einklang mit dem ‚āmīn' der Engel ist, dem werden seine vorigen Sünden vergeben.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 83

84. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn einer von euch die Menschen im Gebet leitet, soll er es kurz halten. Denn unter ihnen ist der Kranke, Schwache und Bedürftige. Wenn einer von euch alleine betet, so kann er so lange beten, wie er will.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 84

85. Von: Abū Masʿūd al-Badrī

Von Abū Masʿūd al-Anṣārī al-Badrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und sagte: „Ich verspäte mich absichtlich wegen jenem zum Morgengebet, da er das Gebet in die Länge zieht.” Ich sah den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, bei keiner Predigt so sauer wie an jenem Tag. Er sagte: „O ihr Menschen! Unter euch sind Leute, die abschrecken. Wer von euch die Leute im Gebet leitet, soll es kurz halten. Denn hinter ihm ist der Alte, Schwache und Bedürftige.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 85

7. Unterkapitel: Beschreibung des Gebets des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil

86. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stets nach dem (ersten) takbīr („Allahu Akbar”) im Gebet kurz schwieg, bevor er anfing zu lesen. Also fragte ich ihn: „O Gesandter Allahs! Mögen mein Vater und meine Mutter dir zum Opfer gereichen! Was ist dieses Schweigen zwischen dem takbīr und der Rezitation, was sagst du da?” Er antwortete: „Ich sage: ‚O Allah! Trenne mich von meinen Sünden, wie Du den Osten vom Westen getrennt hast! O Allah! Reinige mich von meinen Sünden, wie ein weißes Gewand von Fusseln gereinigt wird! O Allah, wasche mich von meinen Sünden mit Wasser, Schnee und Hagel rein!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 86

87. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Gebet mit dem takbīr begann und die Rezitation mit „Das Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten”. Wenn er sich verbeugte, hob er weder seinen Kopf noch senkte er ihn, sondern hielt ihn mittig. Wenn er seinen Kopf von der Verbeugung hob, warf er sich erst nieder, nachdem er sich voll aufgerichtet hatte. Er sagte außerdem jeweils nach zwei rakʿa die taḥiyya. Er saß auf seinem linken Bein und winkelte sein rechtes Bein aufrecht an. Er verbot die Satanshocke und dass man seine Unterarme wie die Raubkatzen auflegt. Er beendete das Gebet mit dem taslīm.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 87

88. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, seine Hände auf Schulterhöhe zu heben pflegte, wenn er das Gebet eröffnete, wenn er den takbīr für die Verbeugung aufsagte und wenn er seinen Kopf von der Verbeugung hob, hob er sie ebenfalls. Er sagte zudem: „samiʿa Allāh li-man ḥamidah, rabbanā wa laka al-ḥamd.” In der Niederwerfung tat er dies nicht.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 88

89. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von Ibn ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Mir wurde geheißen, mich auf sieben Knochen (Körperteile) niederzuwerfen: auf die Stirn”, wobei er mit der Hand auf seine Nase zeigte, „beide Hände, beide Knie und die Zehen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 89

90. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Wenn der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, zum Gebet aufstand, sagte er stets den takbīr im Stehen. Dann sagte er den takbīr, wenn er sich verbeugte. Sodann sagte er „samiʿa Allāh li-man ḥamidah”, wenn er sein Kreuz von der Verbeugung aufrichtete. Darauf sagte er im Stehen „rabbanā wa laka al-ḥamd”. Sodann sagte er den takbīr, wenn er zu Boden ging. Anschließend sagte er den takbīr, wenn er seinen Kopf hob. Dann sagte er den takbīr, wenn er sich niederwarf. Daraufhin sagte er den takbīr, wenn er seinen Kopf hob. So tat er es im gesamten Gebet, bis er es beendet hatte. Er sagte auch den takbīr, wenn er nach der zweiten rakʿa aufstand.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 90

91. Von: ʿImrān b. Ḥuṣayn

Von Muṭarrif b. ʿAbdillāh: Ich und ʿImrān b. Ḥuṣain beteten eines Tages hinter ʿAlī b. Abī Ṭālib, möge Allah mit ihm zufrieden sein. Er sagte den takbīr, wenn er sich niederwarf, seinen Kopf hob und wenn er nach der zweiten rakʿa aufstand. Nachdem er mit dem Gebet fertig war, nahm ʿImrān b. Ḥuṣain meine Hand und sagte: „Dieser hier hat mich an das Gebet Muḥammads, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, erinnert.” Oder er sagte: „Er hat uns wie Muḥammad, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, im Gebet geleitet.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 91

92. Von: Al-Barāʾ b. ʿĀzib

Von al-Barāʾ b. ʿĀzib, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich beobachtete das Gebet des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Ich bemerkte, dass sein Stehen, seine Verbeugung, sein Stehen nach der Verbeugung, seine Niederwerfung danach, sein Sitzen zwischen den zwei Niederwerfungen, seine Niederwerfung danach und sein Sitzen vor dem Ende des Gebets, fast alle gleich waren. In einer anderen Überlieferung in Ṣaḥīḥ al-Buḫārī steht: „alles, außer das Stehen und das Sitzen, war etwa gleich lang.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 92

93. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Ṯābit al-Bunānī berichtet, dass Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Ich vernachlässige nichts, um euch so im Gebet zu leiten, wie ich den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, uns im Gebet leiten sah.” Ṯābit sagte: „Anas tat stets etwas, was ich euch nicht machen sehe. Nachdem er seinen Kopf von der Verbeugung erhoben hatte, blieb er so lange stehen, dass man meinen könnte, er hätte es vergessen.” Und wenn er seinen Kopf von der Niederwerfung hob, verweilte er so lange, dass man meinen könnte, er hätte es vergessen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 93

94. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Ich habe noch nie hinter einem Imam gebet, dessen Gebet kürzer (leichter) und vollständiger war, als das des Propheten, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 94

95. Von: Mālik b. al-Ḥuwayriṯ

Von Abū Qilāba - ʿAbdullāh b. Zaid - al-Ǧarmī al-Baṣrī: „Mālik b. al-Ḥuwairiṯ suchte uns einst in dieser Moschee auf und sagte: ‚Ich werde für euch vorbeten, nicht weil ich beten will, sondern um euch zu zeigen, wie ich den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, beten sah.' Ich (der Überlieferer von Abū Qilāba) fragte Abū Qilāba: „Wie betete er denn?” Er antwortete: „Wie das Gebet unseres Scheichs hier.” Dieser setzte sich, wenn er seinen Kopf nach der Niederwerfung erhob, bevor er aufstand.

Mit ‚unserem Scheich' ist ​Abū Yazīd ʿAmr b. Salama al-Ǧarmī gemeint.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 95

96. Von: ʿAbdullāh b. Mālik b. Buḥayna

Von ʿAbdullāh b. Mālik - Ibn Buḥaina - möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, seine Arme (bei der Niederwerfung) so weit spreizte, dass man das Weiße seiner Achselhöhlen erkennen konnte.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 96

97. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Abū Maslama - Saʿīd b. Yazīd: Ich fragte Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Betete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in seinen Sandalen?” Er antwortete: „Ja!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 97

98. Von: Abū Qatāda al-Sulamī

Von Abū Qatāda al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, betete, während er Umāma, die Tochter von Zainab, der Tochter des Gesandten Allahs, und von ʾAbū al-ʿĀṣī ibn ar-Rabīʿ ibn ʿAbd Šams hielt. Wenn er sich niederwarf, legte er sie ab, und wenn er aufstand, trug er sie.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 98

99. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Richtet euch in der Niederwerfung auf! Keiner von euch soll seine Ellen wie ein Hund auf den Boden legen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 99

8. Unterkapitel: Notwendigkeit des Ruhens in der Verbeugung und Niederwerfung

100. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, eines Tages die Moschee betrat. Gleich nach ihm betrat ein Mann die Moschee, betete und kam zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und grüßte ihn. Er erwiderte den Gruß und sagte: „Kehre zurück und bete, denn du hast nicht gebetet!” So kehrte der Mann zurück und betete, wie er zuvor gebetet hatte. Dann kam er zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und grüßte ihn. Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, erwiderte seinen Gruß und sagte: „Kehre zurück und bete, denn du hast nicht gebetet!” - dies ereignete sich dreimal, sodann sagte der Mann: „Bei dem, der dich mit der Wahrheit entsandte! Ich kann es nicht besser, so bringe es mir bei!” Er, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn du zum Gebet aufstehst, so sage den takbīr. Dann rezitiere so viel vom Koran, wie dir leichtfällt. Dann verbeuge dich, bis du in der Verbeugung zur Ruhe kommst. Dann hebe deinen Kopf, bis du dich vollkommen aufgerichtet hast. Dann wirf dich nieder, bis du in der Niederwerfung zur Ruhe kommst. Dann setze dich hin, bis du im Sitzen zur Ruhe kommst. Tue dies im ganzen Gebet!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 100

9. Unterkapitel: Rezitation im Gebet

101. Von: ʿUbāda b. al-Ṣāmit

Von ʿUbāda b. aṣ-Ṣāmit, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Kein Gebet für den, der die Sure al-Fātiḥa nicht liest.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 101

102. Von: Abū Qatāda al-Sulamī

Von Abū Qatāda al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in den ersten zwei rakʿa des Mittagsgebets die Sure al-Fātiḥa und eine andere Sure zu lesen. Er las in der ersten rakʿa lang und in der zweiten kürzer. Manchmal ließ er einen Vers hören. Im Nachmittagsgebet las er die Sure al-Fātiḥa und zwei Suren, in der ersten las er länger und in der zweiten kürzer. Außerdem las er in der ersten rakʿa des Morgengebets lang und in der zweiten kürzer. In den letzten zwei rakʿa las er nur die Sure al-Fātiḥa.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 102

103. Von: Ǧubayr b. Muṭʿim

Von Ǧubair b. Muṭʿim, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, im Abendgebet die Sure aṭ-Ṭūr lesen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 103

104. Von: Al-Barāʾ b. ʿĀzib

Von al-Barāʾ b. ʿĀzib, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einst auf Reisen war, er betete das Nachtgebet und las in einer der zwei rakʿa „Bei der Feige und der Olive” [Sure at-Tīn]. Ich habe niemanden gehört, der eine schönere Stimme oder Rezitation hatte als er.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 104

105. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einen Mann zum Anführer einer Truppe bestimmte. Der Mann leitete seine Gefährten im Gebet und beendete das Gebet mit „Sag: Er, Allah, ist Einer“ [Sure al-Iḫlāṣ]. Als sie zurückkamen, erzählten sie dies dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Er sagte zu ihnen: „Fragt ihn, wieso er dies tut.“ Sie fragten ihn und er antwortete: „Weil sie eine Eigenschaft des glorreichen und majestätischen Allerbarmers ist.“ Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Erzählt ihm, dass Allah, der Erhabene, ihn liebt.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 105

106. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, eines Tages zu Muʿāḏ sagte: „Würdest du doch im Gebet ‚Preise den Namen deines höchsten Herrn', ‚Bei der Sonne und ihrer Morgenhelle' und ‚Bei der Nacht, wenn sie (alles) überdeckt' lesen, denn hinter dir beten der Alte, Schwache und Bedürftige.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 106

10. Unterkapitel: Die Worte „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen” nicht laut rezitieren

107. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, Abū Bakr und ʿUmar das Gebet stets mit „Das Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten” begannen. In einer Überlieferung steht: „Ich habe hinter Abū Bakr, ʿUmar und ʿUṯmān gebetet. Ich habe keinen von ihnen ‚Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen' lesen hören.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Ich habe hinter dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, Abū Bakr, ʿUmar und ʿUṯmān gebetet. Sie begannen das Gebet stets mit ‚Das Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten'. Sie erwähnten ‚Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen' weder am Anfang der Rezitation noch am Ende.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 107

11. Unterkapitel: Über die Niederwerfung der Vergesslichkeit (suǧūd as-sahw)

108. Von: Abū Hurayra

Muḥammad b. Sīrīn berichtet, dass Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte: „Eines Tages betete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, eines der beiden Mittagsgebete vor.“ Ibn Sīrīn merkte an, dass Abū Huraira erwähnte, welches Gebet es war, er es jedoch vergessen hatte. „Er betete zwei rakʿa, dann beendete er das Gebet. Dann ging er zu einem liegenden ​​Holzbalken in der Moschee und lehnte sich darauf an, als wäre er wütend. Danach schob er seinen rechten Arm über seinen linken und verschränkte die Finger. Leute, die in Eile waren, gingen bereits zu den Toren der Moschee hinaus und fragten sich: ‚Wurde das Gebet verkürzt?' Unter den Leuten waren Abū Bakr und ʿUmar, doch trauten sie sich nicht, ihn anzusprechen. Unter den Menschen war auch ein Mann, der lange Arme hatte, er wurde Ḏū al-Yadain genannt. Er sagte: ‚O Gesandter Allahs! Hast du etwas vergessen oder wurde das Gebet verkürzt?' Er antwortete: ‚Weder habe ich etwas vergessen noch wurde das Gebet verkürzt.' Dann fragte er: ‚Ist es denn so, wie Ḏū al-Yadain es sagt?' Die Leute antworteten: ‚Ja!' So ging er wieder vor, betete das Fehlende nach, dann sagte er den taslīm. Danach sagte er den takbīr und warf sich so lange nieder wie sonst oder noch länger, dann hob er seinen Kopf und sagte den takbīr, dann sagte er den takbīr und warf sich nieder wie sonst oder länger, dann hob er seinen Kopf und sagte den takbīr.“ Die Anwesenden fragten ihn (Muḥammad b. Sīrīn): „Sagte er anschließend den taslīm?” Er antwortete: „Mir wurde berichtet, dass ʿImrān b. Ḥuṣain sagte: ‚Daraufhin sagte er den taslīm.'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 108

109. Von: ʿAbdullāh b. Mālik b. Buḥayna

Von ʿAbdullāh b. Buḥaina - möge Allah mit ihm zufrieden sein, ein Gefährte des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, eines Tages das Mittagsgebet leitete und nach der zweiten rakʿa aufstand, anstatt sich hinzusetzen, also standen die Menschen mit ihm auf. Am Ende des Gebets, während die Menschen darauf warteten, dass er den taslīm sagte, sagte er im Sitzen den takbīr, machte zwei Niederwerfungen, ehe er den taslīm sagte, dann sagte er den taslīm.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 109

12. Unterkapitel: Vor einem Betenden vorbeigehen

110. Von: Abū Ǧuhaym al-Anṣārī

Von Abū Ǧuhaim b. al-Ḥāriṯ b. aṣ-Ṣimma al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wüsste derjenige, der vor einem Betenden vorbeigeht, was auf ihm [an Sünde] lastet, dann wäre es ihm lieber, vierzig zu warten, statt vor ihm vorbeizugehen.” Abū an-Naḍr sagte: „Ich weiß nicht, ob er vierzig Tage, Monate oder Jahre gesagt hat.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 110

111. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen: „Wenn einer von euch vor einem Gegenstand betet, der ihn von den Menschen abschirmt und jemand versucht, vor ihm vorbeizugehen, so soll er ihn abhalten. Wenn er sich weigert, soll er ihn wegschieben, denn dann ist er nichts als ein Teufel.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 111

112. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Ich kam auf einer Eselstute an - ich war damals fast in der Pubertät -, als der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, die Leute in Minā ohne eine Mauer vor ihm im Gebet leitete. Ich ritt durch die Reihen, ehe ich von der Eselstute abstieg, sie weiden schickte und mich einer Reihe anschloss. Niemand rügte mich deswegen.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 112

113. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Ich schlief gewöhnlich vor dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mit meinen Füßen in seiner Gebetsrichtung. Wenn er sich niederwerfen wollte, tippte er mich an, worauf ich meine Füße einzog. Wenn er wieder aufstand, streckte ich meine Füße wieder aus.“ Sie fügte hinzu: „Es gab zu jener Zeit keine Öllampen in den Häusern.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 113

13. Unterkapitel: Verschiedenes (zum Gebet)

114. Von: Abū Qatāda al-Sulamī

Von Abū Qatāda al-Ḥāriṯ b. Ribʿī al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn einer von euch die Moschee betritt, so soll er sich nicht hinsetzen, bis er zwei rakʿa gebetet hat.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 114

115. Von: Zayd b. Arqam

Von Zaid b. Arqam: „Wir redeten gewöhnlich im Gebet, manch einer redete mit seinem Nachbarn im Gebet, bis Allah den Vers: ‚Haltet die Gebete ein, und (besonders) das mittlere Gebet, und steht demütig ergeben vor Allah' herabsandte. Wir wurden angewiesen zu schweigen und nicht zu reden.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 115

116. Von: Abū Hurayra

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar und Abū Huraira, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wartet mit dem Gebet, bis es kühler ist, denn die starke Hitze ist gewiss vom Odem des Höllenfeuers.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 116

117. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer ein Gebet vergisst, muss es beten, sobald er sich daran erinnert, dies ist die einzige Sühne dafür.” Dann las er die Worte Allahs: „und halte das Gebet zu Meinem Gedenken ein!” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Wer ein Gebet vergisst oder es verschläft, so ist die Sühne dafür, das Gebet zu beten, sobald er sich daran erinnert.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 117

118. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass Muʿāḏ b. Ǧabal stets mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das letzte Nachtgebet betete. Danach ging er zu seiner Sippe und leitete sie in jenem Gebet.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 118

119. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Wir beteten mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in extremer Hitze. Wenn einer von uns nicht in der Lage war, seine Stirn auf den Boden zu legen, breitete er sein Gewand aus und warf sich darauf nieder.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 119

120. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Keiner von euch sollte in einem einzigen Tuch beten, wenn nichts davon auf seiner Schulter ist.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 120

121. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer Zwiebeln oder Knoblauch isst, der soll uns fernbleiben“, oder „unserer Moschee fernbleiben und zu Hause sitzen!” Ihm wurde ein Teller mit Gemüse gebracht, indem Zwiebeln oder Ähnliches waren. Er nahm den Geruch wahr, also fragte er, was darin sei. Nachdem ihm berichtet wurde, was darin enthalten war, sagte er: „Bringt es ihm”, wobei er auf einen Gefährten zeigte. Als jener sah, dass er (der Prophet) es nicht essen wollte, sagte er (der Prophet): „Iss! Denn ich unterhalte mich allein mit jemandem, mit dem du dich nicht unterhältst.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 121

122. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer auch immer Zwiebel, Knoblauch oder Lauch isst, soll unserer Moschee fernbleiben, denn die Engel stört, was die Menschen stört.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 122

14. Unterkapitel: Über tašahhud

123. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Von ʿAbdullāh b. Masʿūd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, mir den tašahhud beibrachte, wobei meine Hand zwischen seinen Händen war, als brächte er mir eine Sure des Korans bei: „at-taḥīyāt lillāh, wa aṣ-ṣalawāt wa aṭ-ṭayyibāt, as-salām ʿalayka ayyuhā an-nabīyu wa raḥmat Allāh wa barakātuhu. As-Salām ʿalaynā wa ʿalā ʿibād Allāh aṣ-ṣāliḥīn. Ašhadu an lā ilāh illā Allāh wa ašhadu anna Muḥammadan ʿabduhū wa rasūluh - die Ehrerbietung, Gebete und alles Gute gebühren Allah. Friede sei mit dir, o Prophet, und Allahs Barmherzigkeit und Segen. Friede sei mit uns und den rechtschaffenen Dienern Allahs. Ich bezeuge, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.“ In einer Überlieferung heißt es: „Wenn einer von euch im Gebet sitzt, soll er sagen: ‚at-taḥīyāt lillāh [...]' Wenn ihr dies sagt, so habt ihr euren Friedensgruß jedem rechtschaffenen Diener auf der Erde und im Himmel geschickt.” In einer Version steht: „So soll er Bittgebete auswählen, die ihm lieb sind.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 123

124. Von: Kaʿb b. ʿUǧra

Von ʿAbdurraḥmān b. Abī Lailā: Kaʿb b. ʿUǧra traf mich einst und fragte: „Soll ich dir nicht ein Geschenk schenken? Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, kam eines Tages zu uns und wir sagten: ‚O Gesandter Allahs! Wir wissen schon, wie wir dich grüßen (salām) sollen, wie aber sollen wir Segen für dich erbitten?' Er antwortete: ‚Sagt: Allāhumma ṣalli ʿalā Muḥammad wa ʿalā āli Muḥammad, kamā ṣallaita ʿalā Ibrāhīm innaka ḥamīd maǧīd, wa bārik ʿalā Muḥammad wa ʿalā āli Muḥammad, kamā bārakta ʿalā Ibrāhīm innaka ḥamīd maǧīd. - O Allah, halte Muhammad und die Familie Muhammads in Ehren, wie Du Ibrāhīm und die Familie Ibrāhīms in Ehren hältst. Du bist ja der Lobenswerte und Herrliche. Und segne Muhammad und die Familie Muhammads, wie du Ibrāhīm gesegnet hast. Du bist ja der Lobenswerte und Herrliche.'“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 124

125. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sprach im Gebet stets folgendes Bittgebet: „O Allah! Ich suche Zuflucht bei Dir vor der Qual des Grabes, der Qual des Feuers, der Prüfung im Leben und Tod und der Prüfung des falschen Messias (Daǧǧāl).” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Wenn einer von euch den tašahhud aufsagt, so soll er vor vier Sachen Zuflucht suchen. Er soll sagen: ‚O Allah! Ich suche Zuflucht bei dir vor der Qual des Feuers, [...]'”, er erwähnte einen ähnlichen Wortlaut.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 125

126. Von: Abū Bakr al-Ṣiddīq

Von ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ, dass Abū Bakr, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Bring mir ein Bittgebet bei, das ich im Gebet aufsagen kann!” Er erwiderte: „Sag: ‚Oh Allah! Ich habe mir selbst viel Unrecht angetan, und niemand außer Dir vergibt die Sünden, so vergib mir eine Vergebung von Dir! Und erbarme Dich meiner, denn Du bist der Vergebende und Barmherzige!'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 126

127. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Nachdem ‚Wenn Allahs Hilfe kommt und der Sieg' offenbart wurde, sagte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in jedem Gebet: ‚Erhaben bist Du über jeden Makel, unser Herr, und gelobt seist Du! O Allah, vergib mir!'” In einer Überlieferung steht: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte in seiner Verbeugung und Niederwerfung oft ‚Erhaben bist Du über jeden Makel, o Allah, unser Herr, und gelobt seist Du! O Allah, vergib mir!'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 127

15. Unterkapitel: Das Witr-Gebet

128. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Ein Mann fragte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, als er auf dem minbar stand: „Was sagst du zum (freiwilligen) Gebet in der Nacht?” Er antwortete: „Zwei (rakʿa), zwei (rakʿa). Wenn man befürchtet, dass die Morgendämmerung nahe ist, betet man eine rakʿa, um die Zahl ungerade zu machen.” Er sagte außerdem: „Macht euer (freiwilliges) Gebet in der Nacht ungerade (witr)!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 128

129. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Zu jedem Teil der Nacht betete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einmal das Witr-Gebet: am Anfang, in der Mitte und am Ende, sein Witr-Gebet endete somit vor Dämmerungsbeginn.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 129

130. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, betete gewöhnlich nachts dreizehn rakʿa. Er machte das Gebet mit fünf (rakʿa) ungerade, in denen er erst am Ende des Gebets saß.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 130

16. Unterkapitel: Gedenken Allahs nach dem Gebet

131. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass es zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, üblich war, die Stimme beim Gedenken (Allahs) nach dem Pflichtgebet anzuheben. Ibn ʿAbbās sagte: „Ich erfuhr, dass die Leute zu Ende waren, wenn ich dies hörte.” In einer anderen Überlieferung steht: „Wir wussten nicht, ob das Pflichtgebet des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, vorbei war, außer durch den takbīr.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 131

132. Von: Al-Muġīra b. Šuʿba

Von Warrād, dem mawlā von al-Muġīra b. Šuʿba: al-Muġīra b. Šuʿba diktierte mir einen Brief an Muʿāwiya, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, nach jedem Pflichtgebet sagte: „lā ilāha illā Allāh waḥdahū lā šarīka lahū, lahu al-mulk wa lahu al-ḥamd, wa huwa ʿalā kulli šayʾin qadīr. Allāhumma lā māniʿa li-mā aʿṭaita wa lā muʿṭiya li-mā manaʿta, wa lā yanfaʿu ḏā al-ǧaddi min-ka al-ǧadd. - Es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allah allein, der keinen Teilhaber hat. Sein ist die Herrschaft, Ihm gebührt das Lob und Er hat Macht über alle Dinge. O Allah, niemand kann vorenthalten, was Du gibst, und niemand kann geben, was Du vorenthältst, und nichts nützt einem Vermögenden sein Reichtum gegen Deinen Willen.“ Nachdem ich später zu Muʿāwiya ging, sah ich, wie er die Leute anwies, dies zu sagen.

In einer Überlieferung steht: „Er verbot das Gerede, die Geldverschwendung und viele Fragen. Außerdem verbot er uns, ungehorsam gegenüber unseren Müttern zu sein, die Töchter zu töten und Rechte (anderer) zu verweigern, doch die eigenen einzufordern.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 132

133. Von: Abū Hurayra

Sumaīy, der mawlā von Abī Bakr b. ʿAbdurraḥmān b. al-Ḥāriṯ b. Hišām berichtet von Abū Ṣāliḥ as-Sammān, von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass die armen Auswanderer zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gingen und sagten: „Die Reichen sind uns in den hohen Rängen (im Paradies) und der beständigen Wonne voraus.” Er fragte: „Wie denn?” Sie antworteten: „Sie beten, wie wir beten, und fasten, wie wir fasten. Und sie spenden und wir nicht, sie befreien Sklaven und wir nicht.” Da sagte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: „Soll ich euch nicht etwas beibringen, womit ihr den aufholt, der euch voraus ist, diejenigen nach euch übertreffen könnt und niemand besser sein kann als ihr, außer jemand, der dasselbe macht wie ihr?” Sie sagten: „Freilich, o Gesandter Allahs!” Er sagte: „Sagt den takbīr (Allāh akbar), tasbīh (subḥān Allāh) und taḥmid (al-ḥamdu lillāh) dreiunddreißig Mal nach jedem Pflichtgebet.”

Abū Ṣāliḥ sagte: „Doch dann kehrten die armen Auswanderer zurück und sagten: ‚O Gesandter Allahs, unsere reichen Brüder haben gehört, was wir tun, und taten es uns gleich.' Da erwiderte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: ‚Dies ist Allahs Huld, die Er gewährt, wem Er will.'”

Sumaīy sagte: „Ich habe einem meiner Familie diesen Hadith überliefert, er sagte zu mir: ‚Du hast einen Fehler gemacht. Vielmehr hat er dir gesagt: »Sag den takbīr (Allāh akbar) dreiunddreißig Mal, den tasbīh (subḥān Allāh) dreiunddreißig Mal und den taḥmīd (al-ḥamdu lillāh) dreiunddreißig Mal.«' Also ging ich zu Abī Ṣāliḥ zurück und erwähnte ihm dies. Er nahm meine Hände und sagte: ‚Sag: Allāh akbar, subḥān Allāh, al-ḥamdu lillāh, bis du alles dreiunddreißig Mal gesagt hast.'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 133

134. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in einem Ḫamīṣa-Gewand mit Verzierungen betete. Er schaute (im Gebet) auf diese Verzierungen. Nach dem Gebet sagte er: „Geht mit dieser Ḫamīṣa zu Abū Ǧahm und bringt mir die Anbiǧānīya von Abū Ǧahm, denn sie hat mich eben in meinem Gebet abgelenkt.” Die Ḫamīṣa ist ein viereckiges Gewand mit Verzierungen. Die Anbiǧānīya ist ein grobes Gewand.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 134

17. Unterkapitel: Zusammenfassen zweier Gebete auf Reisen

135. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, fasste das Mittags- und Nachmittagsgebet zusammen, wenn er auf Reisen war. Außerdem fasste er das Abend- und Nachtgebet zusammen.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 135

18. Unterkapitel: Kürzen des Gebets auf Reisen

136. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Ich begleitete den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, auf Reisen, er betete gewöhnlich nicht mehr als zwei rakʿa auf Reisen. Und bei Abū Bakr, ʿUmar und ʿUṯmān war es ebenso.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 136

19. Unterkapitel: Über das Freitagsgebet

137. Von: Sahl b. Saʿd al-Sāʿidī

Von Sahl ibn Saʿd al-Sāʿidī - möge Allah mit ihm zufrieden sein - wird berichtet, dass einige Männer über den Minbar des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stritten und darüber diskutierten, aus welchem Holz er gemacht sei. Sahl sagte: „Er ist aus ṭarfāʾ al-ġāba (einer bestimmten Holzart aus einem Ort namens al-Ġāba). Ich habe den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gesehen, wie er darauf stand und den Takbīr sagte, und die Menschen sagten hinter ihm den Takbīr, während er auf dem Minbar war. Dann kehrte er zurück und stieg rückwärts hinunter, bis er am Fuß des Minbar seine Niederwerfung (Suǧūd) vollzog. Danach kehrte er zurück, bis er sein Gebet beendet hatte. Dann wandte er sich den Menschen zu und sagte: ‚O ihr Menschen! Ich habe dies nur getan, damit ihr mir im Gebet folgt und damit ihr meine Gebetshandlungen lernt.'“

In einer anderen Überlieferung wird gesagt: „Er betete auf dem Minbar, sagte darauf den Takbīr und verbeugte sich darauf. Dann stieg er rückwärts hinunter.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 137

138. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer von euch zum Freitagsgebet erscheint, soll sich rituell baden.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 138

139. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ihm (ʿAbdullāh b. ʿUmar), möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, hielt üblicherweise zwei Predigten im Stehen und trennte zwischen ihnen, indem er sich hinsetzte.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 139

140. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Ein Mann kam herein, als der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, den Leuten freitags predigte. Er fragte ihn: „O du! Hast du gebetet?” Er antwortete: „Nein.” Er sagte: „Stehe auf und bete zwei rakʿa.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 140

141. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn du zu deinem Gefährten am Freitag ‚hör zu!' sagst, während der Imam predigt, hast du bereits geschwätzt.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 141

142. Von: Abū Hurayra

Von ihm (Abū Huraira), möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer sich am Freitag duscht (ġusl) und dann früh geht, ist es so, als ob er ein Kamel geopfert hätte. Wer zur zweiten Stunde geht, ist es so, als ob er eine Kuh geopfert hätte. Wer zur dritten Stunde geht, ist es so, als ob er einen Ziegenbock geopfert hätte. Wer zur vierten Stunde geht, ist es so, als ob er ein Huhn geopfert hätte. Wer zur fünften Stunde geht, ist es so, als ob er ein Ei geopfert hätte. Sobald der Imam herauskommt, nehmen die Engel teil und hören dem Gedenken Allahs zu.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 142

143. Von: Salama b. al-Akwaʿ

Von Salama b. al-Akwaʿ - er gehörte zu denen, die unter dem Baum den Treueid leisteten - möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Wir beteten gewöhnlich das Freitagsgebet mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Wenn wir weggingen, warfen die Wände (noch) keinen Schatten, unter dem wir Schutz suchen konnten.” In einer Überlieferung steht: „Wir beteten mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Freitagsgebet, sobald die Sonne den Zenit überschritten hatte. Danach gingen wir heim und folgten dem Schatten.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 143

144. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, üblicherweise freitags im Morgengebet die Sure „Alif-Lām-Mīm, eine Herabsendung [...]“ und „ist dem Menschen je in den Sinn gekommen [...]“ las.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 144

20. Unterkapitel: Die zwei Festtage

145. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, Abū Bakr und ʿUmar beteten das Festgebet stets vor der Predigt.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 145

146. Von: Al-Barāʾ b. ʿĀzib

Von al-Barāʾ b. ʿĀzib, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, hielt am Tag des Opferfests nach dem Gebet eine Predigt. Er sagte: „Wer wie wir betet und wie wir opfert, der hat korrekt geopfert. Wer jedoch vor dem Gebet opfert, hat kein Opfer dargebracht.” Daraufhin sagte Abū Burda b. Niyār - der Onkel von al-Barāʾ b. ʿĀzib: „O Gesandter Allahs. Ich habe mein Schaf vor dem Gebet geschlachtet, da ich wusste, dass heute ein Tag des Essens und Trinken ist. Ich wollte, dass mein Schaf das Erste ist, das in meinem Haus geschlachtet wird. Also habe ich ein Schaf geschlachtet und gefrühstückt, bevor ich zum Gebet herkam.” Er sagte: „Dein Schaf ist nur für das Fleisch.” Er sagte: „O Gesandter Allahs. Wir haben zuhause ein Zicklein, das uns lieber ist als zwei Schafe. Können wir es opfern?” Er antwortete: „Ja. Doch wird dies für niemanden nach dir gültig sein.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 146

147. Von: Ǧundub b. ʿAbdullāh al-Baǧalī

Von Ǧundub b. ʿAbdillāh al-Baǧalī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, betete am Tag des Festtages, hielt eine Predigt, schlachtete ein Opfertier und sagte: „Wer vor dem Gebet geschlachtet hat, soll an dessen Stelle ein anderes Opfertier schlachten. Wer noch nicht geschlachtet hat, so soll er im Namen Allahs schlachten.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 147

148. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich nahm mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, am Festgebet teil. Er begann ohne Gebetsruf und iqāma mit dem Gebet vor der Predigt. Danach stand er auf Bilāl gestützt auf, wies zur Gottesfurcht an, forderte zum Gehorsam auf und ermahnte die Leute und erinnerte sie. Dann ging er weiter, bis er bei den Frauen anlangte und auch sie ermahnte und erinnerte. Er sagte: „O ihr Frauen, spendet! Denn ihr seid das meiste Brennmaterial des Höllenfeuers.” Eine durchschnittliche Frau mit dunklen Wangen fragte: „Wieso, o Gesandter Allahs?” Er antwortete: „Weil ihr euch oft beschwert und euren Männern gegenüber undankbar seid.” So fingen die Frauen an, ihren Schmuck, Ringe und Ohrringe zu spenden und in Bilāls Kleid zu werfen.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 148

149. Von: Umm ʿAṭiyya al-Anṣāriyya

Von Umm ʿAṭīya - Nusaiba al-Anṣārīya - möge Allah mit ihr zufrieden sein: Er - sie meinte damit den Propheten, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil - wies uns an, an beiden Festtagen mit den jungen und unverheirateten Mädchen (zum Gebet) zu gehen. Er hieß die menstruierenden Frauen, sich vom Gebetsplatz der Muslime fernzuhalten.“

In einer Überlieferung steht: „Uns wurde geheißen, am Festtag hinauszugehen und sogar die unverheirateten Mädchen aus ihrem Gemach herauszuholen. Und sogar die menstruierenden Frauen sollten wir hinausführen, sie sprachen mit den anderen den takbīr und das Bittgebet und erhofften den Segen und die Läuterung jenes Tages.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 149

21. Unterkapitel: Gebet bei Mond- und Sonnenfinsternis

150. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass es eine Sonnenfinsternis zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gab. Also schickte er einen Boten, der rief: „Zum Gemeinschaftsgebet!”, und so versammelten sich die Leute. Er trat vor, sprach den takbīr und verbeugte sich vier Mal in zwei rakʿa und warf sich vier Mal nieder.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 150

151. Von: Abū Masʿūd al-Badrī

Von Abū Masʿūd - ʿUqba b. ʿAmr - al-Anṣārī al-Badrī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Die Sonne und der Mond sind zwei Zeichen Allahs, mit denen Allah Seine Diener einschüchtert. Sie verfinstern sich nicht wegen des Todes oder der Geburt irgendeines Menschen. Wenn ihr eine Finsternis erlebt, so betet und sprecht Bittgebete, bis es wieder hell wird.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 151

152. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, verfinsterte sich einst die Sonne, also leitete er die Leute im Gebet. Er stand lange, dann verbeugte er sich und blieb lange verbeugt. Dann hob er seinen Kopf und stand lange, jedoch weniger als beim ersten Stehen, dann verbeugte er sich erneut und blieb lange verbeugt, jedoch weniger als bei seiner ersten Verbeugung. Dann warf er sich nieder und blieb lange in der Niederwerfung. Sodann tat er in der zweiten rakʿa dasselbe wie in der ersten. Als er sich umwandte, war die Sonne wieder zu sehen. Er hielt den Menschen eine Predigt, indem er Allah lobte, Ihn pries und anschließend sagte: „Die Sonne und der Mond sind zwei Zeichen Allahs. Sie verfinstern sich nicht wegen des Todes oder der Geburt eines Menschen. Wenn ihr dies seht, bittet Allah, sagt den takbīr, betet und gebt Almosen!” Dann sagte er: „O Umma Muhammads! Es gibt, bei Allah, niemanden, der ehrhafter ist als Allah, wenn Sein Diener oder Seine Dienerin Unzucht treibt. O Umma Muhammads! Bei Allah, wüsstet ihr, was ich weiß, lachtet ihr wenig und weintet viel.”

In einer Version heißt es: „Und so vollendete er vier Verbeugungen und vier Niederwerfungen.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 152

153. Von: Abū Mūsā al-Ašʿarī

Von Abū Mūsā al-Ašʿarī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Einst verfinsterte sich die Sonne zur Zeit des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Er stand verängstigt auf, er fürchtete, es könnte die letzte Stunde sein, und ging in die Moschee. Er betete und blieb lange stehen, verbeugte sich lang und warf sich so lang nieder, wie ich ihn noch nie in einem Gebet zuvor erlebt hatte. Dann sagte er: „Diese Zeichen, die Allah sendet, sendet er nicht wegen des Todes oder der Geburt eines Menschen, sondern um Seine Diener einzuschüchtern. Wenn ihr so etwas seht, dann eilt zum Gedenken Allahs, den Bittgebeten und der Bitte um Vergebung!“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 153

22. Unterkapitel: Regengebet (istisqāʾ)

154. Von: ʿAbdullāh b. Zayd al-Māzinī

Von ʿAbdullāh b. Zaid b. ʿĀṣim al-Māzinī: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ging zum Regengebet hinaus. Er wandte sich Richtung Qibla, sprach Bittgebete und drehte seine Kleidung um. Dann betete er zwei rakʿa, in denen er hörbar rezitierte.” In einer Überlieferung steht: „Er ging zum Gebetsort.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 154

155. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass ein Mann an einem Freitag die Moschee von einer Tür Richtung des Tilgungshauses betrat, als der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, dastand und predigte. Er wandte sich stehend zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und sagte: „O Gesandter Allahs! Das Vermögen ist dahin und wir haben nichts mehr. Bitte Allah darum, es regnen zu lassen!” So hob der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, seine Hände und sagte: „O Allah! Bring uns Regen. O Allah! Bring uns Regen! O Allah! Bring uns Regen!” Anas sagte: „Bei Allah! Wir hatten am Himmel keine Wolke und kein Wölkchen gesehen. Damals standen zwischen uns und dem Berg Salaʿ keine Häuser. Plötzlich erschien eine Wolke in der Form eines Schildes hinter dem Berg, als sie die Mitte des Himmels erreichte, breitete sie sich aus, dann regnete sie ab. Bei Allah, wir haben die Sonne eine Woche lang nicht gesehen. Dann betrat am folgenden Freitag ein Mann durch dieselbe Tür die Moschee, als der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stehend dastand und predigte. Er wandte sich stehend zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und sagte: ‚O Gesandter Allahs! Das Vermögen ist dahin und wir haben nichts mehr. Bitte Allah darum, den Regen zu beenden!' Und so hob der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, seine Hand und sagte: ‚O Allah, um uns herum, nicht auf uns! O Allah, auf die Hügel, kleinen Berge, Flusstäler und Pflanzungen!' Da hörte es auf und wir gingen in der Sonne spazieren.“

Šarīk sagte: „Ich fragte Anas b. Mālik: ‚War es derselbe Mann?' Er antwortete: ‚Ich weiß nicht.'”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 155

23. Unterkapitel: Gebet bei Gefahr

156. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Von ʿAbdullāh b. ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Eines Tages betete der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Gebet bei Gefahr. Eine Gruppe stand bei ihm, während eine andere Gruppe dem Feind gegenüber stand. Er betete mit denen, die bei ihm waren, eine rakʿa, dann gingen sie fort und die zweite Gruppe kam. Er betete mit ihnen eine rakʿa. Jede Gruppe hat jeweils die verbleibende rakʿa nachgeholt.“

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 156

157. Von: Ṣāliḥ b. Ḫawwāt

Von Yazīd b. Rūmān über Ṣāliḥ b. Ḫawwāt b. Ǧubair, dass jemand, der das Gebet des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, bei Gefahr in der Schlacht von Ḏāt ar-Riqāʿ miterlebte, berichtete, dass eine Gruppe mit ihm stand, während die anderen dem Feind zugewandt waren. Er betete mit ihnen eine rakʿa, dann stand er auf und wartete im Stehen, während sie alleine das Gebet beendeten. Danach gingen sie und stellten sich dem Feind gegenüber auf. Sodann stellte sich die andere Gruppe, die noch nicht gebetet hatte, hinter ihn und er betete mit ihnen die verbleibende rakʿa. Danach wartete er sitzend, während sie das Gebet vervollständigten. Dann sprach er für sie den taslīm.

Der Mann, der das Gebet mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, betete, hieß Sahl b. Abī Ḥaṯma.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 157

158. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Ich erlebte mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Gebet bei Gefahr. Er stellte uns in zwei Reihen hinter sich, während der Feind zwischen uns und der Qibla war. Der Prophet, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte den takbīr und wir sprachen zusammen den takbīr, dann verbeugte er sich und wir verbeugten uns alle. Dann hob er seinen Kopf und wir alle auch. Als er sich niederwarf, warf sich die Reihe hinter ihm auch nieder, jedoch blieb die zweite Reihe gegenüber dem Feind stehen. Als er und die Reihe hinter ihm von der Niederwerfung aufstanden, warf sich die zweite Reihe nieder und stand danach auf. Dann trat die zweite Reihe hervor und die erste nach hinten. Danach verbeugte sich der Prophet, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und wir alle auch. Er hob seinen Kopf und wir alle auch. Als er sich niederwarf, warf sich die Reihe hinter ihm auch nieder - die in der ersten rakʿa die zweite Reihe war - und die andere Reihe blieb dem Feind gegenüber stehen. Als er und die Reihe hinter ihm mit der Niederwerfung fertig waren, warf sich die zweite Reihe nieder. Danach sprach der Prophet, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, den taslīm, wir taten es ihm gleich. Ǧābir sagte: „So ähnlich wie es eure Wächter für ihre Herrscher tun.” Muslim erwähnt dies vollständig. Al-Buḫārī erwähnt indes nur einen Teil davon, dass er (Ǧābir) das Gebet bei Gefahr mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in der siebten Schlacht - der Schlacht von Ḏāt ar-Riqāʿ - miterlebte.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 158

24. Unterkapitel: Das Totengebet

159. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, den Tod des Negus an seinem Todestag verkündete. Er ging mit seinen Gefährten zum Gebetsort, reihte sie auf und sprache viermal den takbīr.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 159

160. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī

Von Ǧābir, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Totengebet für den Negus leitete. Ich war in der zweiten oder dritten Reihe.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 160

161. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Totengebet bei einem Grab leitete, nach dem der Leichnam beigesetzt worden war. Er sagte viermal den takbīr.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 161

162. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, in drei weiße jemenitische Tücher eingehüllt wurde, unter ihnen war weder ein Hemd noch ein Turban.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 162

163. Von: Umm ʿAṭiyya al-Anṣāriyya

Von Umm ʿAṭīya al-Anṣārīya, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, kam zu uns, als seine Tochter Zainab verstarb. Er sagte: „Wascht sie drei, fünf oder mehrmals, wenn ihr es für nötig seht, mit Wasser und Jujube und gebt am Ende Kampfer - oder etwas Kampfer - dazu! Wenn ihr fertig seid, sagt mir Bescheid!” Als wir fertig waren, gaben wir ihm Bescheid. Er gab uns sein Untertuch und sagte: „Kennzeichnet sie damit!”, das heißt, mit seinem Wickelrock. In einer Überlieferung steht: „Oder siebenmal. Und er sagte: „Fangt von Rechts und mit den Körperteilen der Gebetswaschung an.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 163

164. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Als ein Mann bei Arafat verweilte, fiel er von seinem Reittier und er brach sich sein Genick. Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wascht ihn mit Wasser und Jujube, hüllt ihn in zwei Stoffbahnen, doch parfümiert ihn nicht und bedeckt seinen Kopf nicht, denn er wird am Tag der Auferstehung den Pilgerruf rufend auferweckt!” In einer Überlieferung steht: „Bedeckt sein Gesicht und seinen Kopf nicht!”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 164

165. Von: Umm ʿAṭiyya al-Anṣāriyya

Von Umm ʿAṭīya al-Anṣārīya, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Uns wurde verboten, einen Leichenzug zu folgen, doch meinte er dies nicht streng.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 165

166. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Beeilt euch mit dem Leichenzug! Denn wenn der Tote rechtschaffen war, dann führt ihr ihn zum Guten. Und wenn er nicht so gewesen sein sollte, dann entledigt ihr euch eines Übels.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 166

167. Von: Samura b. Ǧundub

Von Samura b. Ǧundub, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich betete hinter dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, das Totengebet für eine Frau, die im Wochenbett starb. Er stand in ihrer Mitte.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 167

168. Von: Abū Burda b. Abī Mūsā

Von Abū Mūsā - ʿAbdullāh b. Qais - al-Ašʿarī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sich vom Klageweib (ṣāliqa), der Haare Raufenden (ḥāliqa) und Gewänder Zerreißenden (šāqqa) lossagte. Die ṣāliqa ist eine Frau, die bei einem Trauerfall laut schreit.

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 168

169. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Als der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, krank wurde, erwähnte eine seiner Frauen eine Kirche namens Maria, die sie in Abessinien gesehen hatten. Umm Salama und Umm Ḥabība hatten davor Abessinien besucht. Sie erwähnten, wie schön die Kirche war und erzählten über die Bilder, die darin waren. In dem Moment hob er seinen Kopf und sagte: „Das sind diejenigen, die eine Gebetsstätte auf das Grab der Rechtschaffenen bauen, wenn er bei ihnen stirbt. Danach fertigen sie darin jene Bilder an. Sie sind bei Allah die schlimmsten Geschöpfe.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 169

170. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Von ihr (ʿĀʾiša), möge Allah mit ihr zufrieden sein: In der Krankheit, an der der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, starb, sagte er: „Allah verfluche die Juden und Christen! Sie haben die Gräber ihrer Propheten zur Gebetsstätte gemacht.” Sie sagte: „Hätte er dies nicht gesagt, hätten sie sein Grab höher gebaut. Doch befürchtete man, dass es zur Gebetsstätte gemacht wird.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 170

171. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Von ʿAbdullāh b. Masʿūd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Es gehört nicht zu uns, wer auf seine Wangen schlägt, seinen Kragen zerreißt und unislamische Rufe schreit.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 171

172. Von: Abū Hurayra

Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wer an einer Beerdigung teilnimmt, bis gebetet wird, der erhält einen qīrāṭ (Belohnung). Und wer teilnimmt, bis er beerdigt wird, erhält zwei qīrāṭ.” Jemand fragte: „Was sind zwei qīrāṭ?” Er antwortete: „So groß wie zwei riesige Berge.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Der kleinere der beiden ist so groß wie Uḥud.”

Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 172