1. Buch der Reinheit
1. Von: ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb
Von ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen: „Die Handlungen sind nach der Absicht“ - in einer anderen Überlieferung heißt es „Absichten” - „und jedem Menschen steht nur das zu, was er beabsichtigt hat. Wessen Auswanderung also zu Allah und seinem Gesandten war, dessen Auswanderung ist zu Allah und seinem Gesandten. Wessen Auswanderung jedoch zu Weltlichem war, das er erlangen wollte, oder zu einer Frau, um sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, dessentwegen er ausgewandert ist.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 1
2. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Allah nimmt von keinem von euch ein Gebet an, nachdem er etwas geschehen ließ, bis er die Gebetswaschung vollzieht.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 2
3. Von: Abū Hurayra
Von ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ, Abū Huraira und ʿĀʾiša, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wehe den Fersen vom Höllenfeuer.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 3
4. Von: Abū Hurayra
Von Abū Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn einer von euch die Gebetswaschung durchführt, so soll er (etwas) Wasser in seine Nase hochziehen und dann ausschnauben. Und wer sich (nach dem Stuhlgang) mit Steinen reinigt, sollte eine ungerade Anzahl (von Steinen) verwenden. Wenn einer von euch vom Schlaf aufwacht, soll er seine Hände dreimal waschen, bevor er sie in das Gefäß eintaucht, da er nicht weiß, wo seine Hände in der Nacht waren.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim heißt es: „Er soll über seine Nasenlöcher das Wasser einsaugen.” In einer anderen Überlieferung steht: „Wer die Gebetswaschung durchführt, soll (Wasser) einsaugen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 4
5. Von: Abū Hurayra
Von Abū Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Keiner von euch darf in stehendes Wasser urinieren, das nicht fließt, und sich dann darin waschen.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Keiner von euch darf sich in einem stehenden Gewässer rituell baden, wenn er ǧunub ist.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 5
6. Von: Abū Hurayra
Abū Hurayra, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn ein Hund aus eurer Schüssel säuft, dann wascht sie (die Schüssel) sieben Mal.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Das erste Mal davon mit Erde.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 6
7. Von: ʿAbdullāh b. Muġaffal al-Muzanī
Ferner überliefert er (Muslim) einen Hadith von ʿAbdullāh b. Muġaffal, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn ein Hund aus eurer Schüssel leckt, dann wascht sie sieben Mal und reibt sie beim achten Mal mit Erde ab.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 7
8. Von: ʿUṯmān b. ʿAffān
Ḥumrān, der Diener von ʿUṯmān b. ʿAffān, erwähnt, dass er miterlebte, wie ʿUṯmān, möge Allah mit ihm zufrieden sein, um Wasser für die Gebetswaschung bat. Er goss Wasser aus der Schüssel in seine Hände und wusch sie dreimal. Dann tauchte er seine rechte Hand in die Schüssel, spülte (mit dem Wasser) seinen Mund und seine Nase aus, indem er Wasser einzog und wieder ausschnaubte. Dann wusch er sein Gesicht dreimal, danach dreimal seine Hände bis zu den Ellbogen. Anschließend strich er über seinen Kopf und wusch beide Füße dreimal. Sodann sagte er: „Ich habe gesehen, wie sich der Gesandte, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, so zum Gebet wusch und danach sagte: ‚Wer auch immer die Gebetswaschung wie ich durchführt und danach zwei Rakʿa betet, ohne sich darin ablenken zu lassen, dem werden seine früheren Sünden vergeben.'”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 8
9. Von: ʿAbdullāh b. Zayd al-Māzinī
ʿAmr b. Yaḥyā al-Māzinī berichtet über seinen Vater: „Ich erlebte, wie ʿAmr b. Abī Ḥasan über die Gebetswaschung des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, bei ʿAbdullāh b. Zayd, möge Allah mit ihm zufrieden sein, nachfragte. Er (ʿAbdullāh) bat um eine Schale mit Wasser und zeigte ihnen die Gebetswaschung des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: Er goss Wasser aus dem Gefäß in seine Hände und wusch sie dreimal. Danach tauchte er seine Hand in das Gefäß, spülte (mit dem Wasser) seinen Mund und seine Nase aus, indem er Wasser einzog und wieder ausblies, dreimal mit drei Handvoll. Anschließend tauchte er seine Hand ein und wusch sein Gesicht. Sodann tauchte er seine Hand ein und wusch seine Hände zweimal bis zu den Ellbogen. Daraufhin tauchte er seine Hand ein und strich einmal über seinen Kopf, er strich mit seinen Händen von vorne nach hinten und wieder zurück. Danach wusch er seine Füße.”
In einer anderen Überlieferung heißt es: „Er fing an (mit seinen Händen seinen Kopf) von vorne zu streichen, bis er hinten ankam, dann strich er wieder zurück, bis er dort ankam, wo er angefangen hatte.”
In einer anderen Überlieferung steht: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, kam zu uns, sodann brachten wir ihm Wasser in einer Schale aus Messing.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 9
10. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, gefiel es, beim Anziehen der Sandalen, Kämmen seiner Haare, der rituellen Reinigung und in allen seinen Belangen mit der rechten Seite anzufangen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 10
11. Von: Abū Hurayra
Von Nuʿaim al-Muǧmir, über Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Mein Volk wird am Tag der Auferstehung mit Blessen und weißen Fesseln als Resultat ihrer Gebetswaschungen genannt.“ „Wer also in der Lage ist, seine Blessen zu vergrößern, der soll dies tun.”
In einer anderen Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Ich sah Abū Huraira bei der Gebetswaschung zu: Er wusch sein Gesicht und seine Hände, bis er fast die Schulter erreichte. Dann wusch er seine Füße bis zu seinen Schenkeln, danach sagte er: ‚Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen: „Meine Umma wird am Tag der Auferstehung mit Blessen und Fesseln wegen ihrer Gebetswaschung herbeigerufen. Wer also von euch seine Blessen und Fesseln vergrößern kann, soll dies tun.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 11
12. Von: Abū Hurayra
In einer anderen Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Ich hörte wie mein engster Freund sagte: ‚Der Schmuck des Gläubigen endet, wo seine Gebetswaschung endet.'”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 12
1. Unterkapitel: Über die Reinigung nach dem Toilettengang
13. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī
Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stets, wenn er die Toilette betrat, sagte: „O Allah, ich suche Zuflucht bei dir vor ḫubuṯ und ḫabāʾiṯ.” [Ḫubuṯ ist der Plural von ḫabīṯ, den männlichen üblen Wesen, und ḫabāʾiṯ ist der Plural von ḫabīṯa, den weiblichen üblen Wesen. Er suchte also Zuflucht vor den männlichen und weiblichen Dschinn.]
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 13
14. Von: Abū Ayyūb al-Anṣārī
Von Abū Aīyūb al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn ihr zum Abort [al-ġāʾiṭ] geht, dann wendet euch beim Stuhlgang oder Urinieren nicht der Qibla zu und kehrt ihr nicht den Rücken zu, sondern wendet euch nach Osten oder nach Westen!” Abū Aīyūb fügte hinzu: „Als wir in der Levante ankamen, fanden wir Bäder, die in Richtung der Kaaba gebaut waren, also wandten wir unsere Gesichter (auf der Toilette) von ihrer Richtung ab und baten um Allahs Vergebung.”
[Der Autor schreibt: „Das Wort al-ġāʾiṭ ist eine Mulde in der Erde, sie gingen dorthin, um ihr Geschäft zu erledigen.“ Sie verwendeten dieses Wort, um damit die Handlung selbst anzudeuten, weil sie sie nicht beim Namen nennen wollten. Bäder (ar. marāḥīḍ) ist der Plural von mirḥāḍ, der Ort, an dem man badet, dies ist eine Umschreibung des Ortes, an dem man sich entleert.]
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 14
15. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar
Von ʿAbdullāh b. ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Eines Tages kletterte ich auf Ḥafṣas Haus und sah den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sein Geschäft in Richtung der Levante mit dem Rücken zur Kaaba verrichten.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 15
16. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī
Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Wenn der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, auf die Toilette ging, trug ich mit einem Jungen in meinem Alter einen Behälter (aus Leder) Wasser und einen Speer. Er reinigte sich anschließend mit dem Wasser.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 16
17. Von: Abū Qatāda al-Sulamī
Von Abū Qatāda al-Ḥāriṯ b. Ribʿī al-Anṣārī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Keiner von euch darf beim Urinieren und beim Reinigen sein Geschlechtsteil mit der rechten Hand anfassen. Außerdem darf keiner (beim Trinken) in das Gefäß blasen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 17
18. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās
Von ʿAbdullāh b. ʿAbbās, möge Allah mit ihnen zufrieden sein: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ging einst an zwei Gräbern vorbei und sagte: „Diese beiden werden bestraft, jedoch werden sie nicht wegen einer großen Sache bestraft: Der eine schützte sich nicht (ordentlich) vor dem Urin und der andere verbreitete Verleumdungen.“ Danach nahm er einen frischen Palmwedel, spaltete ihn entzwei und pflanzte je einen Teil in ein Grab. Die Leute fragten ihn: „Warum hast du das getan?” Er antwortete: „Vielleicht wird ihre Strafe gelindert, solange sie nicht ausgetrocknet sind.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 18
2. Unterkapitel: Über den siwāk
19. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Fiele es meiner Umma nicht zu schwer, hätte ich ihnen angewiesen, den siwāk bei jedem Gebet zu nutzen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 19
20. Von: Ḥuḏayfa b. al-Yamān
Von Ḥuḏayfa b. al-Yamān, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, pflegte mit dem siwāk durch seinen Mund zu wischen, wenn er nachts aufstand.”
Der Verfasser - möge Allah mit ihm zufrieden sein - sagte: „Das Wort yašūṣu ‚er wischt' bedeutet: ‚er säubert', man sagt šāṣa, yašūṣu und māṣa, yamūṣu, wenn man den Mund reinigt.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 20
21. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: ʿAbdurraḥmān b. Abī Bakr aṣ-Ṣiddīq, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, trat beim Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ein, als er an meine Brust gelehnt dalag. ʿAbdurraḥmān hatte einen frischen siwāk bei sich, mit dem er sich die Zähne putzte. Sein Blick, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, war fest darauf gerichtet. Also nahm ich den siwāk, knabberte daran, reinigte ihn und übergab ihn dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, damit er sich damit die Zähne putzt. Ich habe den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, noch nie seine Zähne so ausführlich putzen sehen wie an jenem Tag. Kaum war er fertig, hob er seine Hand - oder: seinen Finger - in die Höhe und sagte dreimal: „Zum höchsten Gefährten”. Danach starb er. ʿĀʾiša sagte stets: „Er starb zwischen meinem Bauch und Hals (angelehnt).”
In einer anderen Version steht: „Ich sah, wie er ihn (siwāk) ansah, und ahnte, dass er den siwāk haben wollte, also fragte ich ihn: ‚Soll ich ihn für dich nehmen?' Er nickte mir mit seinem Kopf zustimmend zu.“ Das ist der Wortlaut bei al-Buḫārī, Muslim erwähnt ihn ähnlich.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 21
22. Von: Abū Mūsā al-Ašʿarī
Von Abū Mūsā al-Ašʿarī, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich suchte einst den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, auf, als er sich mit frischem siwāk die Zähne putzte. Das Ende des siwāks war auf seiner Zunge. Er sagte „uh, uh!“, während der siwāk in seinem Mund war, als ob er würgte.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 22
3. Unterkapitel: Über das Streichen über die Ledersocken
23. Von: Al-Muġīra b. Šuʿba
Von al-Muġīra b. Šuʿba, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich war einst mit dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, auf Reisen. Ich beeilte mich, seine Ledersocken (bei der Gebetswaschung) auszuziehen, doch er sagte mir: „Lass sie, denn ich habe sie rein angezogen”, dann strich er über sie.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 23
24. Von: Ḥuḏayfa b. al-Yamān
Von Ḥuḏaifa b. al-Yamān, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich war einst beim Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, als er urinierte, die Gebetswaschung vollzog und über seine Ledersocken strich. Dies ist eine kurze Fassung des Hadiths.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 24
4. Unterkapitel: Über das Präejakulat (Lusttropfen) und anderes
25. Von: ʿAlī b. Abī Ṭālib
Von ʿAlī b. Abī Ṭālib, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich hatte oft Präejakulat, doch schämte ich mich, den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, wegen meiner Beziehung zu seiner Tochter danach zu fragen. Also bat ich al-Miqdād b. al-Aswad, ihn zu fragen. Er tat dies, worauf jener antwortete: „Er soll seine Scham waschen und die Gebetswaschung durchführen.” In einer Überlieferung bei al-Buḫārī steht: „Wasch dein Glied und führe die Gebetswaschung durch!” Und bei Muslim: „Führe die Gebetswaschung durch und bespritze deine Scham!”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 25
26. Von: ʿAbdullāh b. Zayd al-Māzinī
Von ʿAbbād b. Tamīm ist überliefert, dass ʿAbdullāh b. Zaid b. ʿĀṣim al-Māzinī sagte: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, wurde über einen Mann befragt, der sich im Gebet einbildet, dass er Luft abgehen lässt. Also sagte der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: „Er soll (sein Gebet) erst beenden, wenn er ein Geräusch hört oder etwas riecht.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 26
27. Von: Umm Qays bt. Miḥṣan
Von Umm Qais bint Miḥṣan al-Asadīya, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass sie dem Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einen ihrer Söhne brachte, der noch klein war und gestillt wurde. Er setzte ihn auf seinen Schoß, doch dann urinierte der Junge auf seine Kleidung. Er bat um Wasser, spritzte es auf seine Kleidung und wusch sie nicht.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 27
28. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Man brachte einen kleinen Jungen zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Dieser urinierte auf seine Kleidung. Er bat danach um Wasser und bespritzte damit die Flecken.” Bei Muslim steht: „Er wischte mit dem Wasser den Urin weg und wusch die Kleidung nicht.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 28
29. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī
Von Anas b. Mālik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass ein Beduine in die Moschee kam und dort in eine Ecke urinierte. Die Leute rügten ihn deswegen, doch verbot ihnen dies der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Als er mit dem Urinieren fertig war, ließ der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einen Eimer Wasser holen, der darüber geschüttet wurde.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 29
30. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagen: „Die natürliche Veranlagung (fiṭra) sind fünf: die Beschneidung, das Rasieren (der Schamhaare), das Trimmen des Schnurrbarts, das Schneiden der Nägel und das Zupfen der Achselhaare.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 30
5. Unterkapitel: Über den Zustand der großen rituellen Unreinheit
31. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, ihm auf einer Straße in Medina begegnete, als er ǧunub war. Er schlich sich davon, ging nach Hause, badete sich rituell und kam wieder zurück. Er, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, fragte ihn: „Wo bist du gewesen, Abū Huraira?” Er antwortete: „Ich war ǧunub und wollte nicht bei dir sitzen, solange ich nicht rein bin.” Er erwiderte: „Gepriesen sei Allah, der Gläubige wird nie unrein.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 31
32. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: Wenn der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sich rituell wegen großer ritueller Unreinheit badete, wusch er seine Hände und vollzog die Gebetswaschung. Dann badete er sich und rieb sich mit seinen Händen zwischen den Haaren, bis er sich vergewisserte, dass seine Kopfhaut nass war. Danach goss er sich dreimal Wasser über den Körper, sodann wusch er seinen übrigen Körper.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 32
33. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Sie pflegte zu sagen: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und ich pflegten gemeinsam aus einem Gefäß rituell zu baden und daraus Wasser zu schöpfen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 33
34. Von: Maymūna bt. al-Ḥāriṯ
Von Maymūna bint al-Ḥāriṯ, möge Allah mit ihr zufrieden sein, der Frau des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil: Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, stellte sich eines Tages Waschwasser zur Reinigung vom Zustand großer ritueller Unreinheit hin. Er schüttete mit seiner rechten Hand zwei- oder dreimal Wasser auf seine Linke, dann wusch er seine Scham, danach klopfte er zwei- oder dreimal mit seiner Hand auf den Boden oder die Wand. Sodann spülte er Mund und Nase aus und wusch sein Gesicht und seine Unterarme. Anschließend goss er sich das Wasser über den Kopf, dann wusch er seinen Körper. Daraufhin ging er etwas zur Seite und wusch seine Füße. Ich brachte ihm einen Lappen, doch wollte er ihn nicht und fing an, das Wasser mit seinen Händen abzustreifen.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 34
35. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar
Von ʿAbdullāh b. ʿUmar, dass ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, möge Allah mit ihm zufrieden sein, einst fragte: „O Gesandter Allahs! Sollen wir uns schlafen legen, wenn wir ǧunub sind?” Er, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, antwortete: „Ja. Wenn er davor die Gebetswaschung vollzieht, kann er sich schlafen legen.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 35
36. Von: Umm Salama
Von Umm Salama, möge Allah mit ihr zufrieden sein, der Frau des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, dass Umm Sulaim, die Frau von Abū Ṭalḥa, eines Tages zum Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, kam und sagte: „O Gesandter Allahs! Allah schämt sich nicht vor der Wahrheit! Muss die Frau sich rituell baden, wenn sie im Traum ejakuliert?” Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Ja! Wenn sie die Flüssigkeit sieht (, muss sie sich duschen).”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 36
37. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Ich wusch oft Spermaspuren von der Kleidung des Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Er ging sogleich zum Gebet hinaus und die Wasserflecken waren noch auf der Kleidung zu sehen.” In einer Überlieferung in Ṣaḥīḥ Muslim steht: „Ich rieb sie (die Spermaspuren) von seiner Kleidung ab, worauf er in dieser betete.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 37
38. Von: Abū Hurayra
Von Abū Huraira, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Wenn er (der Mann) zwischen ihren (der Frau) vier Gliedern sitzt und sich dann abmüht, wird das rituelle Bad (ġusl) zur Pflicht.” In einer Überlieferung heißt es: „Auch wenn er nicht ejakuliert.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 38
39. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī
Von Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. ʿAlī b. al-Ḥusain b. ʿAlī b. Abī Ṭālib, dass er und sein Vater mit anderen bei Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, zu Besuch waren. Sie fragten ihn über den ġusl (das rituelle Bad). Er sagte: „Ein ṣāʿ (Wasser) reicht dir.” Ein Mann sagte: „Mir reicht es nicht.” Ǧābir antwortete: „Es hat demjenigen gereicht, der kräftigeres Haar hatte als du und besser war als du” - er meinte damit den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil. Danach leitete er das Gebet in einem Kleidungsstück. In einer Überlieferung steht: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, leerte stets dreimal Wasser über seinen Kopf.” Der Mann, der „Mir reicht es nicht” sagte, ist al-Ḥasan b. Muḥammad b. ʿAlī b. Abī Ṭālib; sein Vater ist Muḥammad b. al-Ḥanafīya.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 39
6. Unterkapitel: Über tayammum
40. Von: ʿImrān b. Ḥuṣayn
Von ʿImrān b. Ḥuṣain, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, einen abgesonderten Mann sah, der nicht mit den Leuten gebetet hatte. Er fragte: „O du! Was hat dich davon abgehalten, mit den Leuten zu beten?” Er antwortete: „O Gesandter Allahs! Ich bin rituell unrein geworden und es gibt kein Wasser.” Er sagte: „Nutze den Erdboden, denn er genügt dir!”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 40
41. Von: ʿAmmār b. Yāsir
Von ʿAmmār ibn Yāsir, möge Allah mit ihm zufrieden sein: Einst schickte mich der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, auf einen Botengang. Als ich rituell unrein wurde, fand ich kein Wasser. Also suhlte ich mich auf dem Erdboden wie ein Tier, dann kam ich beim Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, an und erzählte ihm, was ich getan hatte. Er sagte: „Es hätte dir gereicht, wenn du soundso mit deiner Hand gemacht hättest.” Er klopfte einmal mit seinen Handflächen auf den Boden, dann wischte er mit der linken Hand über die rechte und über seine beiden Handrücken und sein Gesicht.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 41
42. Von: Ǧābir b. ʿAbdullāh al-Anṣārī
Von Ǧābir b. ʿAbdillāh, möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, sagte: „Mir wurden fünf (Dinge) gegeben, die keinem Propheten vor mir gegeben wurden: Mir wurde durch Furcht in der Entfernung einer Monatsreise zum Sieg verholfen, der Erdboden wurde für mich zur Moschee und zum Mittel für die rituelle Reinigung gemacht, wo auch immer eine Person meiner Umma sein mag, soll sie beten, mir wurde die Kriegsbeute erlaubt, die niemandem vor mir erlaubt war, mir wurde die Fürsprache gewährt, und die Propheten wurden nur zu ihren Völkern geschickt, doch wurde ich zu allen Menschen geschickt.“
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 42
7. Unterkapitel: Über Regelblutung
43. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass Fāṭima bint Abī Ḥubaiš den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, fragte: „Ich habe azyklische Blutungen, sodass ich nie rein werde. Soll ich etwa das Gebet unterlassen?” Er antwortete: „Nein, es ist nur eine (offene) Ader. Unterlasse vielmehr das Gebet an den Tagen, in denen du die Blutung normalerweise hattest, dann bade dich rituell und bete.” In einer Überlieferung steht: „Es ist keine Regelblutung. Wenn die Menstruation kommt, unterlasse das Gebet. Und wenn ihre normale Zeit vorbei ist, dann wasch das Blut weg und bete!”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 43
44. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, dass Umm Ḥabība sechs Jahre lang azyklische Blutungen hatte. Sie fragte den Gesandten Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, darüber. Er wies sie an, sich rituell zu baden. Sie badete sich zu jedem Gebet rituell.
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 44
45. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, und ich badeten gemeinsam aus einem Gefäß, wenn wir ǧunub waren.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 45
46. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
„Er ließ mich gewöhnlich einen Wickelrock anziehen, dann berührte er mich, während ich die Regelblutung hatte.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 46
47. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
„Er streckte mir seinen Kopf heraus, als er zum iʿtikāf zurückzog und ich wusch sie, während ich die Regelblutung hatte.“
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 47
48. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr
Von ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein: „Der Gesandte Allahs, Allah halte ihn in Ehren und gewähre ihm Heil, pflegte sich auf meinen Schoß zu lehnen und den Koran zu lesen, wenn ich die Regelblutung hatte.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 48
49. Von: Muʿāḏa
Von Muʿāḏa bint ʿAbdillāh, die ʿĀʾiša, möge Allah mit ihr zufrieden sein, eines Tages fragte: „Warum holt die Menstruierende das Fasten nach, jedoch das Gebet nicht?” Sie fragte: „Bist du denn eine Ḥarūrīya?” Sie erwiderte: „Nein, ich bin keine Ḥarūriyyah. Ich frage nur.” Also antwortete sie: „Wenn wir die Menstruation hatten, wurde uns geheißen, das Fasten nachzuholen, das Gebet jedoch nicht.”
Referenz: ʿUmdat al-aḥkām 49