2. Buch des Glaubens

1. Unterkapitel: Über den Glauben und die Worte des Propheten ‎ﷺ „Der Islam ist auf Fünferlei aufgebaut.“

Er besteht aus Wort und Tat, nimmt zu und ab. Allāh der Erhabene sagt: „[…] und damit ihr Glaube mit ihrem Glauben zunimmt“, al-Fatḥ 48:4, „und Wir stärkten sie in der Rechtleitung“, al-Kahf 18:13, „und Allāh stärkt die Rechtgeleiteten in der Rechtleitung“, Maryam 19:76, „und diejenigen, die rechtgeleitet waren, stärkte Er in der Rechtleitung und gab ihnen ihre Gottesfurcht“, Muḥammad 47:17, „und diejenigen, die glaubten, im Glauben erstarken“, al-Muddaththir74:31, die Worte „wen von euch hat diese im Glauben bestärkt? Doch diejenigen, die glauben, hat diese im Glauben bestärkt“, at-Tawba 9:124, die Worte des zu Ehrenden: „so fürchtet sie, doch es bestärkte sie im Glauben“, Āl ʿImrān3:173, und die Worte des Erhabenen: „und dies bestärkte sie nur im Glauben und der Hingabe“, al-Aḥzāb 33:22. Und die Liebe um Allāhs Willen und die Abneigung um Allāhs Willen gehören zum Glauben.

Zudem schrieb ʿUmar ibn ʿAbdilʿazīz einst an ʿAdiyy ibn ʿAdiyy: „Zum Glauben gehören Pflichten, religiöse Handlungen, Grenzen und Sunnas. Wer sie vollendet, vollendet den Glauben. Und wer sie nicht vollendet, vollendet den Glauben nicht. Wenn ich noch lebe, werde ich sie euch darlegen, damit ihr danach handelt. Sollte ich jedoch sterben, so bin ich auf eure Gesellschaft nicht erpicht.“

Und ʾIbrāhīm sagte: „vielmehr, damit mein Herz beruhigt ist“, al-Baqara 2:260. Muʿāḏ sagte: „setz dich zu uns, lass uns eine Stunde glauben!“ Ibn Masʿūd sagte: „Die Überzeugung ist der volle Glaube“. Ibn ʿUmar sagte: „Der Diener erlangt wahre Gottesfurcht erst, wenn er von allem ablässt, was ihn in seiner Brust bedrückt.“ Muǧāhid sagte: „‚Er gebietet euch in der Religion‘“, aš-Šūrā 42:13, „Wir gemahnen dich, o Muḥammad, und auch ihn, einer Religion zu folgen“. Ibn ʿAbbās sagte: „‚ein Gebot und einen Pfad‘“, al-Māʾida 5:48, „einen Weg und eine Sunna“. „‚[…] Euer Bitten‘“, al-Furqān 25:77: „Euer Glaube.“

2. Unterkapitel: Euer Bittgebet ist euer Glaube

Sag: Mein Herr kümmerte Sich nicht um euch, wenn nicht euer Bittgebet (zu Ihm) wäre. (al-Furqān 25:77) Und die Bedeutung von duʿāʾ (Bittgebet) in der Sprache ist: der Glaube (Īmān).

8. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Es lehrte uns ʿUbaydullāh ibn Mūsā, er sagte: Es berichtete uns Ḥanẓala ibn ʾAbī Sufyān von ʿIkrima ibn Ḫālid von Ibn ʿUmar - möge Allāh mit beiden zufrieden sein -, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Der Islām ist auf Fünferlei aufgebaut: dem Zeugnis, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allāh gibt und dass Muḥammad der Gesandte Allāhs ist, dem Festigen des Gebets, dem Entrichten der Zakāt, dem Ḥaǧǧ und dem Fasten des Ramaḍān.“

Referenz: Al-Buḫārī 8

3. Unterkapitel: Die Angelegenheiten des Glaubens (Īmān)

Und die Worte Allahs des Erhabenen: „Es ist keine Frömmigkeit, dass ihr eure Gesichter nach Osten und Westen wendet, sondern Frömmigkeit ist, wer an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten glaubt, das Vermögen mit Liebe dazu den Verwandten, Waisen, Armen, Reisenden, Bittenden und Unterjochten gibt, das Gebet festigt und die Zakat entrichtet. Und die ihren Vertrag Einhaltenden, wenn sie einen Vertrag schließen. Und die Standhaften bei Bedrängnis und Not und im Eifer. Jene sind es, die ehrlich sind, und jene sind die Gottesfürchtigen.“ (Al-Baqarah 2:177) „Die Gläubigen sind bereits erfolgreich […].“ (al-Muʾminūn 23:1)

9. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Muḥammad, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū ʿĀmir al-ʿAqadī, er sagte: Es lehrte uns Sulaymān ibn Bilāl von ʿAbdullāh ibn Dīnār von Abū Ṣāliḥ von ʾAbū Hurayra, dass der Prophet ﷺ sagte: „Der Glaube besteht aus etwas mehr als sechzig Stufen, und die Zurückhaltung ist eine Stufe des Glaubens.“

Referenz: Al-Buḫārī 9

4. Unterkapitel: Der Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind

10. Von: Abī Muḥammad ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ

Es lehrte uns ʾĀdam ibn ʾAbī ʾIyās, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba von ʿAbdullāh ibn ʾAbī as-Safar und ʾIsmāʿīl von aš-Šaʿbī von ʿAbdullāh ibn ʿAmr - möge Allāh mit beiden zufrieden sein -, dass der Prophet ﷺ sagte: „Der Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind. Und der Auswanderer ist derjenige, der sich von dem distanziert, was Allāh verbietet.“

Referenz: Al-Buḫārī 10

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5. Unterkapitel: Welche Form des Islams ist die beste?

11. Von: Abū Mūsā al-Ašʿarī

Es lehrte uns mein Vater, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū Burda ibn ʿAbdillāh ibn ʾAbī Burda, von ʾAbū Burda, von ʾAbū Mūsā, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Die Leute fragten: ‚O Gesandter Allahs, welche Form des Islams ist am besten?' Er antwortete: ‚Derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind.'“

Referenz: Al-Buḫārī 11

6. Unterkapitel: Das Speisen anderer gehört zum Islām

12. Von: Abī Muḥammad ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ

Es lehrte uns ʿAmr ibn Ḫālid, er sagte: Es lehrte uns al-Layṯ von Yazīd von ʾAbū al-Ḫayr von ʿAbdullāh ibn ʿAmr - möge Allāh mit beiden zufrieden sein: Ein Mann fragte den Gesandten Allāhs ﷺ: „Welche Form des Islams ist besser?“ Er antwortete: „Dass du Menschen speist und den Friedensgruß dem entrichtest, den du kennst, und auch dem, den du nicht kennst.“

Referenz: Al-Buḫārī 12

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7. Unterkapitel: Zum Glauben gehört, für seinen Bruder zu wünschen, was man für sich selbst wünscht

13. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns Musaddad, er sagte: Es lehrte uns Yaḥyā von Šuʿba von Qatāda von ʾAnas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Keiner von euch glaubt, bis er seinem Bruder wünscht, was er sich selbst wünscht.“

Referenz: Al-Buḫārī 13

8. Unterkapitel: Die Liebe zum Gesandten ﷺ gehört zum Glauben

14. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾAbū al-Yamān, er sagte: Es berichtete uns Šuʿayb, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū az-Zinād von al-ʾAʿraǧ von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, keiner von euch glaubt, bis ich ihm lieber bin als sein Vater und seine Kinder.“

Referenz: Al-Buḫārī 14

15. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns Yaʿqūb ibn ʾIbrāhīm, er sagte: Es lehrte uns Ibn ʿUlayya von ʿAbd al-ʿAzīz ibn Ṣuhayb von ʾAnas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Keiner von euch glaubt, bis ich ihm lieber bin als sein Vater, seine Kinder und alle anderen Menschen.“

Referenz: Al-Buḫārī 15

9. Unterkapitel: Die Süße des Glaubens

16. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns Muḥammad ibn al-Muṯannā, er sagte: Es lehrte uns ʿAbd al-Wahhāb aṯ-Ṯaqafī, er sagte: Es lehrte uns ʾAyyūb von ʾAbū Qilāba von ʾAnas ibn Mālik, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wer dreierlei verinnerlicht, erfährt die Süße des Glaubens: Dass Allāh und Sein Gesandter ihm lieber als alles andere sind, dass er einen Menschen nur um Allāhs willen mag, und dass er es verabscheut, zum Unglauben zurückzukehren, wie er es verabscheut, ins Feuer geworfen zu werden.“

Referenz: Al-Buḫārī 16

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10. Unterkapitel: Ein Zeichen des Glaubens ist die Liebe zu den Anṣār

17. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns ʾAbū al-Walīd, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba, er sagte: Es berichtete mir ʿAbdullāh ibn ʿAbdillāh ibn Ǧabr von ʾAnas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Das Zeichen des Glaubens ist die Liebe zu den ʾAnṣār, und das Zeichen der Heuchelei ist das Verabscheuen der ʾAnṣār.“

Referenz: Al-Buḫārī 17

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11. Unterkapitel: Kapitel

Dies ist eines der zahlreichen Kapitel ohne Titel im Originalwerk. Viele gehen davon aus, dass der Autor diese Titel noch nachtragen wollte, da in der Urschrift des Werks Platz dafür freigehalten war.


18. Von: ʿUbāda b. al-Ṣāmit

Es lehrte uns ʾAbū al-Yamān, er sagte: Es berichtete uns Šuʿayb von az-Zuhrī, er sagte: Es berichtete mir ʾAbū ʾIdrīs ʿĀʾiḏullāh ibn ʿAbdillāh, dass ʿUbāda ibn aṣ-Ṣāmit - der an der Schlacht von Badr teilnahm und einer der Vertreter in der Nacht von ʿAqaba war - überlieferte, dass der Gesandte Allāhs ﷺ in Anwesenheit einiger seiner Gefährten sagte: „Versprecht mir die Treue unter der Bedingung, Allāh nichts beizugesellen, nicht zu stehlen, keinen außerehelichen Geschlechtsverkehr zu begehen, eure Kinder nicht zu töten, keine Verleumdung eigenhändig zu verbreiten und nicht gegen das Rechte aufzubegehren. Wer auch immer dies einhält, dessen Entlohnung obliegt Allāh. Und wer etwas davon begeht und im Diesseits dafür bestraft wird, für den ist dies eine Sühne. Und wer etwas davon begeht und von Allāh gedeckt wird, der ist Allāh überlassen: Wenn Er will, vergibt Er ihm, und wenn Er will, bestraft Er ihn.“ Und so schworen wir ihm unter diesen Bedingungen die Treue.

Referenz: Al-Buḫārī 18

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12. Unterkapitel: Zum Glauben gehört es, vor den Wirren zu fliehen

19. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Maslama von Mālik von ʿAbdurraḥmān ibn ʿAbdillāh ibn ʿAbdirraḥmān ibn ʾAbī Ṣaʿṣaʿa von seinem Vater von ʾAbū Saʿīd al-Ḫudrī, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Bald schon wird der beste Besitz eines Muslims eine Schafherde sein, der er über die Bergkämme hinweg auf der Suche nach Orten folgt, an denen es geregnet hat, um mit seiner Religion den Wirren zu entkommen.“

Referenz: Al-Buḫārī 19

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13. Unterkapitel: Die Worte des Propheten ‎ﷺ „Der unter euch, der Allah am besten kennt, bin ich“

Und dass die Erkenntnis eine Tat des Herzens ist, weil es im Koran heißt: „doch Er belangt euch für das, was eure Herzen begehen“ (Al-Baqarah 2:225)


20. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Es lehrte uns Muḥammad ibn Salām, er sagte: Es berichtete uns ʿAbda von Hišām von seinem Vater von ʿĀʾiša - möge Allāh mit ihr zufrieden sein: „Wenn der Gesandte Allāhs ﷺ den Leuten etwas anordnete, so wies er sie an, das zu tun, wozu sie imstande sind. Die Leute sagten: ‚Wir sind doch nicht so wie du, o Gesandter Allāhs! Allāh hat dir doch bereits deine vergangenen und künftigen Sünden vergeben!' Er ärgerte sich so sehr darüber, dass ihm der Zorn ins Gesicht geschrieben stand. Kurz darauf sagte er: ‚Der Gottesfürchtigste unter euch, der Allāh am besten kennt, bin ich!'“

Referenz: Al-Buḫārī 20

14. Unterkapitel: Es gehört zum Glauben, so sehr zu verabscheuen, zum Unglauben zurückzukehren, wie man es verabscheut, ins Feuer geworfen zu werden

21. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns Sulaymān ibn Ḥarb, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba von Qatāda von ʾAnas ibn Mālik, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wer dreierlei verinnerlicht, erfährt die Süße des Glaubens: Wem Allāh und Sein Gesandter lieber sind als alles andere, wer einen Diener (Allāhs) nur um Allāhs willen mag, und wer es verabscheut, zum Unglauben zurückzukehren, nachdem Allāh ihn gerettet hat, wie er es verabscheut, ins Feuer geworfen zu werden.“

Referenz: Al-Buḫārī 21

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15. Unterkapitel: Die Gläubigen unterscheiden sich nach ihren Taten

22. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Es lehrte uns ʾIsmāʿīl, er sagte: Es lehrte mich Mālik, von ʿAmr ibn Yaḥyā al-Māzinī, von seinem Vater, von ʾAbū Saʿīd al-Ḫudrī dass der Prophet ﷺ sagte: „Wenn die Paradiesbewohner das Paradies und die Höllenbewohner die Hölle betreten haben, wird Allah, der erhabene, sagen: ‚Nehmt aus dem Feuer den heraus, in dessen Herzen auch nur Glauben im Gewicht eines Senfkorns ist!' Und so kommen sie völlig schwarz aus ihr hervor und werden in den Fluss der Scham oder des Lebens“, hier war sich Mālik unsicher, „geworfen. Dann sprießen sie wie ein Korn am Rand eines Sturzbaches. Hast du nicht gesehen, dass es gelb und krumm aufkeimt?“ ʿAmr sagte: „des Lebens“ und „Gutes im Gewicht eines Senfkorns.“

Referenz: Al-Buḫārī 22

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23. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Es lehrte uns Muḥammad ibn ʿUbaydillāh, er sagte: Es lehrte uns ʾIbrāhīm ibn Saʿd von Ṣāliḥ von Ibn Šihāb von ʾAbū ʾUmāma ibn Sahl, dass er ʾAbū Saʿīd al-Ḫudrī sagen hörte, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Als ich schlief, sah ich, wie mir die Menschen vorgeführt wurden, sie trugen Hemden. Manche reichten nur bis zur Brust, andere tiefer. Mir wurde auch ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb vorgeführt, er trug ein Hemd, das er hinter sich herzog.“ Die Leute fragten: „Wie hast du dies gedeutet, o Gesandter Allāhs?“ Er antwortete: „Es ist die Religion.“

Referenz: Al-Buḫārī 23

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16. Unterkapitel: Zurückhaltung gehört zum Glauben

24. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Yūsuf, er sagte: Es berichtete uns Mālik ibn ʾAnas von Ibn Šihāb von Sālim ibn ʿAbdillāh von seinem Vater (Ibn ʿUmar), dass der Gesandte Allāhs ﷺ an einem Mann der ʾAnṣār vorüberging, der seinen Bruder wegen seiner Zurückhaltung ermahnte. Darauf sagte der Gesandte Allāhs ﷺ: „Lass ihn, denn die Zurückhaltung ist Teil des Glaubens!“

Referenz: Al-Buḫārī 24

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17. Unterkapitel: Das Wort Allāhs, des Erhabenen: „Und wenn sie reumütig umkehren, das Gebet verinnerlichen und die Zakat entrichten, dass lasst sie ihres Weges ziehen“ (at-Tawba 9:5)

25. Von: ʿAbdullāh b. ʿUmar

Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Muḥammad al-Musnadī, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū Rawḥ al-Ḥaramī ibn ʿUmāra, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba von Wāqid ibn Muḥammad, er sagte: Ich hörte meinen Vater von Ibn ʿUmar überliefern, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Mir wurde angeordnet, Menschen nur so lange zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allāh gibt und dass Muḥammad der Gesandte Allāhs ist, sie das Gebet fest verrichten und die Zakāt entrichten. Wenn sie dies tun, so sind mir ihr Blut und ihr Besitz verwehrt, es sei denn durch das Recht des Islams. Und ihre Abrechnung obliegt Allāh.“

Referenz: Al-Buḫārī 25

18. Unterkapitel: Wer sagt, der Glaube sei die Tat

Da Allāh der Erhabene sagt: „und dass jenes Paradies ist, das ihr durch das geerbt habt, was ihr getan habt“, az-Zuḫruf (43:72). Zudem sagten viele Gelehrte über die Worte „und bei deinem Herrn, Wir werden sie alle darüber befragen, was sie getan haben“, al-Ḥiǧr (15:92–93), dass damit die Worte „es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allāh“ gemeint sind, und dass man dementsprechend handeln soll. Und Er sagte: „Für dergleichen sollen die Handelnden handeln.“ aṣ-Ṣāffāt (37:61).

26. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾAḥmad ibn Yūnus und Mūsā ibn ʾIsmāʿīl, beide sagten: Es lehrte uns ʾIbrāhīm ibn Saʿd, er sagte: Es lehrte uns Ibn Šihāb von Saʿīd ibn al-Musayyab von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ gefragt wurde: „Welche Tat ist am besten?“ Er antwortete: „Der Glaube an Allāh und Seinen Gesandten.“ Jemand fragte: „Und was dann?“ Er antwortete: „Die Bemühung auf dem Weg Allāhs.“ Jemand fragte: „Und was dann?“ Er antwortete: „Ein frommer Ḥaǧǧ.“

Referenz: Al-Buḫārī 26

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19. Unterkapitel: Wenn der Islam ‚Ergebenheit‘ nicht im eigentlichen Sinne verwendet wird, sondern im Sinne der Unterwerfung oder aus Angst vor der Tötung

Denn es heißt: „Die Beduinen sagen: ‚Wir glauben.‘ Sprich: ‚Ihr glaubt noch nicht, sagt vielmehr: Wir sind ergeben.‘“ al-Ḥuǧurāt (49:14). Wenn er jedoch im eigentlichen Sinne verwendet wird, so ist er wie in den folgenden Worten des Ehrwürdigen zu verstehen: „Die Religion bei Allāh ist wahrhaftig die Ergebenheit.“ Āl ʿImrān (3:19). „Und wer eine andere Religion als den Islām begehrt, von dem wird sie niemals angenommen werden.“ Āl ʿImrān (3:85).

27. Von: Saʿd b. Abī Waqqāṣ

Es lehrte uns ʾAbū al-Yamān, er sagte: Es berichtete uns Šuʿayb von az-Zuhrī, er sagte: Es berichtete mir ʿĀmir ibn Saʿd ibn ʾAbī Waqqāṣ von Saʿd ibn ʾAbī Waqqāṣ - möge Allāh mit ihm zufrieden sein: Dass der Gesandte Allāhs ﷺ einer Gruppe etwas gab, während Saʿd daneben saß. Der Gesandte Allāhs ﷺ ließ einen Mann aus, der mir am besten gefiel. Und so sagte ich: „O Gesandter Allāhs, was hast du gegen ihn? Denn bei Allāh, ich bin sicher, dass er absolut gläubig ist.“ Da erwiderte er: „Oder ein Muslim.“ Und so schwieg ich kurz, doch dann überkam mich etwas, was ich wohl am besten kenne, und ich wiederholte meine Frage. Ich fragte also: „Was hast du gegen ihn? Denn bei Allāh, ich bin sicher, dass er absolut gläubig ist.“ Da erwiderte er: „Oder ein Muslim.“ Doch dann überkam mich etwas, was ich wohl am besten kenne, und ich wiederholte meine Frage. Und auch der Gesandte Allāhs ﷺ wiederholte seine Worte. Daraufhin sagte er: „O Saʿd, ich gebe einem Mann etwas, obwohl mir ein anderer lieber wäre, weil ich befürchte, Allāh könnte ihn ins Feuer werfen.“

Referenz: Al-Buḫārī 27

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20. Unterkapitel: Das Verbreiten des Friedensgrußes gehört zum Islam

Und ʿAmmār sagte: Wer drei Dinge vereint, hat den Islam verinnerlicht: Korrektheit, wenn es um dich geht, dich darum bemühen, der Welt den Friedensgruß zu verbreiten, und Spenden bei Mangel.


28. Von: Abī Muḥammad ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ

Es lehrte uns Qutayba, er sagte: Es lehrte uns al-Layṯ von Yazīd ibn ʾAbī Ḥabīb von ʾAbū al-Ḫayr von ʿAbdullāh ibn ʿAmr - möge Allāh mit beiden zufrieden sein -, dass ein Mann den Gesandten Allāhs ﷺ fragte: „Welche Form des Islams ist besser?“ Er antwortete: „Dass du Menschen speist und den Friedensgruß dem entrichtest, den du kennst, und auch dem, den du nicht kennst.“

Referenz: Al-Buḫārī 28

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21. Unterkapitel: Verleugnen des Partners und Kufr unterhalb des Kufr

Überliefert von Abū Saʿīd al-Khuḍrī – möge Allāh mit ihm zufrieden sein –, über den Propheten ﷺ.

29. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Es lehrte uns ʿAbdullāh ibn Maslama, von Mālik, von Zayd ibn ʾAslam, von ʿAṭāʾ ibn Yasār, von Ibn ʿAbbās - möge Allah mit beiden zufrieden sein, dass der Prophet ﷺ sagte: „Mir wurde das Höllenfeuer gezeigt. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Insassen Frauen waren, die leugnen.“ Jemand fragte: „Leugnen sie etwa Allah?“ Er antwortete: „Sie leugnen den Lebensgefährten und leugnen den guten Umgang. Würdest du eine von ihnen stets gut behandeln und fiele ihr dann etwas auf, so sagte sie: ‚Ich habe nie etwas Gutes an dir bemerkt.'“

Referenz: Al-Buḫārī 29

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22. Unterkapitel: Sünden gehören zum vorislamischen Benehmen, doch darf eine Person, die sie begeht nicht, als Kāfir bezeichnet werden, es sei denn, er verehrt etwas neben Allah.

Denn der Prophet ﷺ sagte: „Du bist wahrhaftig ein Mann, der noch Vorislamisches in sich hat“ und Allah, der erhabene, sagt: „Allah verzeiht wahrhaftig nicht, dass man Ihm etwas beigesellt, und Er verzeiht alles Geringere, wem Er will“ An-Nisā (4:48)

30. Von: Abū Ḏarr al-Ġifārī

Es lehrte uns Sulaymān ibn Ḥarb, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba, von Wāṣil al-ʾAḥdab, von al-Maʿrūr ibn Suwayd: Einst traf ich ʾAbū Ḏarr bei ar-Rabaḏa, er trug eine ḥulla und sein Diener trug eine ḥulla, also fragte ich ihn danach. Er antwortete: „Ich stritt mich einst mit einem Mann und beleidigte ihn, indem ich seine Mutter verunglimpfte. Darauf sagte mir der Prophet ﷺ: ‚O ʾAbū Ḏarr, hast du ihn etwa wegen seiner Mutter beleidigt? Du bist wahrhaftig ein Mann, der noch Vorislamisches hegt! Eure Brüder sind eure Arbeiter. Allah bestimmte, dass sie euch unterstehen. Wenn also jemand seinen Bruder beschäftigt, so soll er ihm von dem speisen, was er selbst isst, und mit dem kleiden, womit er sich selbst kleidet. Und tragt ihnen nichts auf, was sie überfordert. Und wenn ihr ihnen etwas auftragt, so helft ihnen dabei!“

Referenz: Al-Buḫārī 30

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Unterkapitel: Und wenn zwei Gruppen der Gläubigen sich bekämpfen, so schlichtet zwischen beiden“ Er nannte sie also Gläubige.

31. Von: Abū Bakra

Es lehrte uns ʿAbdurraḥmān ibn al-Mubārak, es lehrte uns Ḥammād ibn Zayd, es lehrte uns ʾAyyūb und Yūnus, von al-Ḥasan, von al-ʾAḥnaf ibn Qays: „Ich zog einst los, um diesem Mann beizustehen, da traf ich ʾAbū Bakra, der mich fragte: ‚Wohin willst du denn?', ich antwortete: ‚Ich stehe diesem Mann bei!' Da erwiderte er: ‚Kehr um, denn ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen: »Wenn sich zwei Muslime mit ihren Schwertern begegnen, so sind der Mörder und der Getötete im Feuer.« Ich fragte: »O Gesandter Allahs, das gilt für den Mörder. Aber was ist mit dem Getöteten?« Er antwortete: »Er war darauf aus, seinen Gefährten zu töten.«'“

Referenz: Al-Buḫārī 31

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23. Unterkapitel: Geringeres Unrecht als das Unrecht

32. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Es lehrte uns ʾAbū al-Walīd, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba. (Überliefererwechsel) Er sagte: Und es lehrte mich Bišr, er sagte: Es lehrte uns Muḥammad von Šuʿba von Sulaymān von ʾIbrāhīm von ʿAlqama von ʿAbdullāh ibn Masʿūd - möge Allāh mit ihm zufrieden sein: „Als die Worte ‚diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Unrecht bekleiden' (al-Anʿām 6:82) offenbart wurden, fragten die Gefährten des Gesandten Allāhs ﷺ: ‚Und wer von uns begeht denn kein Unrecht?' Darauf offenbarte Allāh, der Glorreiche und Majestätische: ‚Die Beigesellung ist ein gewaltiges Unrecht' (Luqmān 31:13).“

Referenz: Al-Buḫārī 32

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24. Unterkapitel: Zeichen des Heuchlers

33. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns Sulaymān ʾAbū ar-Rabīʿ, er sagte: Es lehrte uns ʾIsmāʿīl ibn Ǧaʿfar, er sagte: Es lehrte uns Nāfiʿ ibn Mālik ibn ʾAbī ʿĀmir ʾAbū Suhayl von seinem Vater von ʾAbū Hurayra, dass der Prophet ﷺ sagte: „Das Zeichen des Heuchlers sind drei: Wenn er spricht, lügt er, wenn er etwas verspricht, bricht er es, und wenn man ihm etwas anvertraut, veruntreut er es.“

Referenz: Al-Buḫārī 33

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34. Von: Abī Muḥammad ʿAbdullāh b. ʿAmr b. al-ʿĀṣ

Es lehrte uns Qabīṣa ibn ʿUqba, er sagte: Es lehrte uns Sufyān von al-ʾAʿmaš von ʿAbdullāh ibn Murra von Masrūq von ʿAbdullāh ibn ʿAmr - möge Allāh mit beiden zufrieden sein -, dass der Prophet ﷺ sagte: „Vier Dinge - wer sie in sich vereint, ist ein absoluter Heuchler. Und auf wen eine dieser Eigenschaften zutrifft, der hat eine Eigenschaft eines Heuchlers, bis er davon ablässt: Wenn man ihm etwas anvertraut, veruntreut er es, wenn er spricht, lügt er, wenn er einen Vertrag eingeht, bricht er ihn, und wenn er streitet, wird er unverschämt.“

Referenz: Al-Buḫārī 34

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25. Unterkapitel: Die Nacht des Schicksals Laylat al-Qadr im Gebet stehend verbringen, gehört zum Glauben

35. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾAbū al-Yamān, er sagte: Es berichtete uns Šuʿayb, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū az-Zinād von al-ʾAʿraǧ von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Wer in der Nacht al-Qadr im Glauben und in der Hoffnung auf Lohn steht, dem werden seine vorigen Sünden vergeben.“

Referenz: Al-Buḫārī 35

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26. Unterkapitel: Der Einsatz [für den Glauben] gehört zum Glauben

36. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns Ḥaramī ibn Ḥafṣ, er sagte: Es lehrte uns ʿAbd al-Wāḥid, er sagte: Es lehrte uns ʿUmāra, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū Zurʿa ibn ʿAmr ibn Ǧarīr, er sagte: Ich hörte ʾAbū Hurayra sagen, dass der Prophet ﷺ sagte: „Allāh gelobte dem, der für Seine Sache auszieht und den nur der Glaube an Mich und Meine Gesandten dazu bewegte, dass Ich ihn entweder mit seinem erhaltenen Lohn oder Beute heimkehren lasse, oder ihn ins Paradies einlasse. Belastete ich meine Umma nicht damit, wäre ich bei keinem Streifzug zurückgeblieben und hätte mir gewünscht, für die Sache Allāhs zu sterben, dann wieder aufzuerstehen, wieder getötet zu werden, darauf wieder aufzuerstehen und abermals getötet zu werden.“

Referenz: Al-Buḫārī 36

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27. Unterkapitel: Freiwilliges Stehen im Gebet im Ramadan gehört zum Glauben

37. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾIsmāʿīl, er sagte: Es lehrte mich Mālik von Ibn Šihāb von Ḥumayd ibn ʿAbdirraḥmān von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Wer den Ramaḍān im Glauben und in der Hoffnung auf Lohn stehend verbringt, dem werden seine vorigen Sünden vergeben.“

Referenz: Al-Buḫārī 37

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28. Unterkapitel: Das Fasten des Ramadans in der Hoffnung auf Belohnung gehört zum Glauben

38. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns Ibn Salām, er sagte: Es berichtete uns Muḥammad ibn Fuḍayl, er sagte: Es lehrte uns Yaḥyā ibn Saʿīd von ʾAbū Salama von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Wer den Ramaḍān im Glauben und in der Hoffnung auf Lohn fastet, dem werden seine vorigen Sünden vergeben.“

Referenz: Al-Buḫārī 38

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29. Unterkapitel: Die Religion ist Erleichterung

Und die Worte des Propheten ﷺ: „Die Allah liebste Religion ist die einfache Rechtgläubigkeit“

39. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʿAbdussalām ibn Muṭahhar, er sagte: Es lehrte uns ʿUmar ibn ʿAliyy von Maʿn ibn Muḥammad al-Ġifārī von Saʿīd ibn ʾAbī Saʿīd al-Maqburī von ʾAbū Hurayra, dass der Prophet ﷺ sagte: „Die Religion ist einfach. Jeder, der die Religion überspannt, den wird sie übermannen. So seid standhaft, nähert euch und verkündet frohe Botschaft! Und sucht Beistand im morgendlichen und abendlichen Gang und etwas von der tiefen Nacht.“

Referenz: Al-Buḫārī 39

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30. Unterkapitel: Das Gebet gehört zum Glauben

Bezugnehmend auf das Wort Allāhs – erhaben sei Er: „und Allah liegt nichts daran, euren Glauben zu vergeuden“ (al-Baqarah 2:143), das heißt, euer Gebet bei der Kaaba

40. Von: Al-Barāʾ b. ʿĀzib

Es lehrte uns ʿAmr ibn Ḫālid, er sagte: Es lehrte uns Zuhayr, er sagte: Es lehrte uns ʾAbū ʾIsḥāq, von al-Barāʾ ibn ʿĀzib: „Als der Prophet ﷺ in Medina ankam, kehrte er zuerst bei seinen Vorfahren ein“, oder er sagte: „bei der Verwandtschaft seiner Mutter von den ʾAnṣār. Er betete sechzehn oder siebzehn Monate gen Jerusalem. Doch wäre es ihm lieb gewesen, wenn seine Gebetsrichtung gen Kaaba gewesen wäre. Es war dann das Nachmittagsgebet, das er als erstes betete. Es beteten einige Leute mit ihm, als einer der Männer, die mit ihm gebetet hatten, hinausging und an einer Moschee vorbeiging, in der die Leute gerade in der Verbeugung waren. Er sagte: ‚Ich bezeuge bei Allah, dass ich gerade mit dem Gesandter Allahs ﷺ gen Mekka gebetet habe.' Und so wandten sie sich, so wie sie waren, der Kaaba zu. Den Juden hingegen gefiel es, dass er mit den Leuten der Schrift gen Jerusalem betete. Als er sich jedoch gen Kaaba wandte, rügten sie ihn deswegen.“

Von al-Barāʾ ist zudem überliefert: „Dass Leute verstarben und getötet wurden, bevor die Gebetsrichtung geändert wurde, und wir nicht wussten, was wir von ihnen halten sollten. Da offenbarte Allah der erhabene: ‚und Allah liegt nichts daran, euren Glauben zu vergeuden.' (al-Baqara 2:143)

Referenz: Al-Buḫārī 40

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31. Unterkapitel: Die gute Praxis des Islams eines Menschen

41. Von: Abū Saʿīd al-Ḫudrī

Mālik sagte: Es berichtete mir Zayd ibn ʾAslam, dass ʿAṭāʾ ibn Yasār ihm berichtete, dass ʾAbū Saʿīd al-Ḫudrī den Gesandten Allāhs ﷺ sagen hörte: „Wenn der Diener den Islām annimmt und den Islām gut lebt, tilgt Allāh jede Sünde, die er zuvor begangen hatte. Danach gilt indes die Vergeltung: Die gute Tat wird zehnfach bis zum Siebenhundertfachen vergolten und die schlechte Tat einfach, es sei denn, Allāh sieht darüber hinweg.“

Referenz: Al-Buḫārī 41

42. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾIsḥāq ibn Manṣūr, er sagte: Es lehrte uns ʿAbdurrazzāq, er sagte: Es berichtete uns Maʿmar von Hammām von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Wenn jemand von euch den Islām gut lebt, wird ihm jede gute Tat zehnfach bis zum Siebenhundertfachen gutgeschrieben und jede schlechte Tat wird ihm einfach angerechnet.“

Referenz: Al-Buḫārī 42

32. Unterkapitel: Die Allah, dem Glorreichen und Majestätischen, liebste Religiosität ist die beständigste

43. Von: ʿĀʾiša bt. Abī Bakr

Es lehrte uns Muḥammad ibn al-Muṯannā, es lehrte uns Yaḥyā von Hišām, er sagte: Es berichtete mir mein Vater von ʿĀʾiša - möge Allāh mit ihr zufrieden sein -, dass der Prophet ﷺ bei ihr eintrat, als gerade eine Frau bei ihr war. Er fragte: „Wer ist sie?“ Sie antwortete: „Die Soundso“ und erwähnte etwas über ihr Gebet. Er sagte: „Gemach! Haltet euch an das, was ihr vermögt! Denn bei Allāh, Allāh wird dessen nicht überdrüssig, ihr hingegen schon.“ Die ihm liebste Form der Religiosität war nämlich die Tat, die der Mensch regelmäßig verrichtet.

Referenz: Al-Buḫārī 43

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33. Unterkapitel: Ab- und Zunahme des Glaubens

Und die Worte Allāhs des Erhabenen: „[…] und Wir gewährten ihnen mehr Rechtleitung“ (al-Kahf 18:13), „[…] und diejenigen, die glauben, noch gläubiger werden“ (al-Muddaththir 74:31), und es heißt: „heute habe Ich eure Religion vollendet“ (al-Māʾida 5:3), und wenn etwas noch nicht vollendet ist, fehlt etwas.

44. Von: Anas b. Mālik al-Anṣārī

Es lehrte uns Muslim ibn ʾIbrāhīm, er sagte: Es lehrte uns Hišām, er sagte: Es lehrte uns Qatāda von ʾAnas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Das Feuer verlässt der, der ‚es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allāh' sagt, und in dessen Herz auch nur Gutes im Gewicht eines Gerstenkorns ist. Und das Feuer verlässt der, der ‚es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allāh' sagt, und in dessen Herz auch nur Gutes im Gewicht eines Weizenkorns ist. Und das Feuer verlässt der, der ‚es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allāh' sagt, und in dessen Herz auch nur Gutes im Gewicht einer winzigen Ameise ist.“

Referenz: Al-Buḫārī 44

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45. Von: ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb

Es lehrte uns al-Ḥasan ibn aṣ-Ṣabbāḥ, er hörte Ǧaʿfar ibn ʿAwn: Es lehrte uns ʾAbū al-ʿUmays, es berichtete uns Qays ibn Muslim von Ṭāriq ibn Šihāb von ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb - möge Allāh mit ihm zufrieden sein: Dass einst ein jüdischer Mann zu ihm sagte: „O Emir der Gläubigen, ein Vers steht in eurem Buch, den ihr lest. Wäre er uns Juden offenbart worden, dann hätten wir den Offenbarungstag zum Festtag ernannt.“ Er fragte: „Welcher Vers?“ Er antwortete: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Huld an euch vollendet. Und Ich bin zufrieden mit euch mit dem Islām als Religion.“ (al-Māʾida 5:3) Da erwiderte ʿUmar: „Wir kennen den Tag und den Ort, an dem dies dem Propheten ﷺ offenbart wurde: Er stand damals in ʿArafa, am Freitag.“

Referenz: Al-Buḫārī 45

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34. Unterkapitel: Die Zakat gehört zum Islam

Und die Worte: „Und ihnen wurde nur geheißen, Allāh aufrichtig in der Religion in reinem Glauben zu dienen, das Gebet fest zu verrichten und die Zakāt zu entrichten, und dies ist die aufrechte Religion.“ (al-Bayyina 98:5)

46. Von: Ṭalḥa b. ʿUbaydullāh

Es lehrte uns ʾIsmāʿīl, er sagte: Es lehrte mich Mālik ibn ʾAnas von seinem Onkel ʾAbū Suhayl ibn Mālik von seinem Vater, dass er Ṭalḥa ibn ʿUbaydillāh sagen hörte: „Ein Mann ging einst zum Gesandten Allāhs ﷺ, er war von den Bewohnern aus Nedschd, mit zerzaustem Haar. Wir hörten seine dröhnende Stimme, doch verstanden wir nicht, was er sagte. Erst als er näherkam, hörten wir ihn nach dem Islām fragen. Darauf antwortete der Gesandte Allāhs ﷺ: ‚Fünf Gebete am Tag und in der Nacht.' Er fragte: ‚Muss ich mehr als dies?' Er antwortete: ‚Nein, außer du tust es freiwillig.' Da sagte der Gesandte Allāhs ﷺ: ‚Und das Fasten des Ramaḍāns.' Er fragte: ‚Muss ich mehr als dies?' Er antwortete: ‚Nein, außer du tust es freiwillig.'“ Er sagte: „Der Gesandte Allāhs ﷺ erwähnte ihm gegenüber noch die Zakāt. Er fragte: ‚Muss ich mehr als dies?' Er antwortete: ‚Nein, außer du tust es freiwillig.' Er sagte: Da ging der Mann mit den Worten von dannen: ‚Bei Allāh, ich tu nicht mehr als dies und auch nicht weniger!' Da sagte der Gesandte Allāhs ﷺ: ‚Er ist errettet, wenn er aufrichtig ist.'“

Referenz: Al-Buḫārī 46

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35. Unterkapitel: Dem Trauerzug folgen gehört zum Glauben

47. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns ʾAḥmad ibn ʿAbdillāh ibn ʿAliyy al-Manǧūfī, er sagte: Es lehrte uns Rawḥ, er sagte: Es lehrte uns ʿAwf von al-Ḥasan und Muḥammad von ʾAbū Hurayra, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „Wer dem Leichenzug eines Muslims aus dem Glauben und der Hoffnung auf Belohnung heraus folgt und ihn begleitet, bis für ihn gebetet und er beigesetzt wurde, der kehrt mit einer Belohnung von zwei Karat zurück; jeder Karat ist wie der Berg ʾUḥud. Und wer das Totengebet betet und umkehrt, bevor der Leichnam beerdigt wurde, der kehrt mit einem Karat heim.“

Referenz: Al-Buḫārī 47

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36. Unterkapitel: Die Angst des Gläubigen davor, dass seine Taten unbemerkt zunichte gehen

Und ʾIbrāhīm at-Taymī sagte: „Wenn ich meine Worte mit meinen Taten verglich, fürchtete ich stets, ein Lügner zu sein.“ Ibn ʾAbī Mulayka sagte: „Ich erlebte dreißig Gefährten des Propheten ﷺ, alle fürchteten sich vor Heuchelei. Niemand von ihnen behauptete, im Glauben Ǧibrīl und Mīkāʾīl gleichzukommen.“ Es heißt, dass al-Ḥasan [al-Baṣrī] sagte: „Davor fürchtet sich nur ein Gläubiger und nur ein Heuchler ist dem gegenüber unbesonnen; er hütet sich nicht davor, reuelos der Heuchelei und der Aufsässigkeit zu verfallen“, denn Allāh der Erhabene sagt: „und sie beharren nicht wissentlich auf dem, was sie getan haben.“ (Āl ʿImrān 3:135)

48. Von: ʿAbdullāh b. Masʿūd

Es lehrte uns Muḥammad ibn ʿArʿara, er sagte: Es lehrte uns Šuʿba von Zubayd: „Ich fragte ʾAbū Wāʾil nach der Murǧiʾa. Er antwortete, dass ʿAbdullāh ibn Masʿūd ihm - möge Allāh mit ihm zufrieden sein - überlieferte, dass der Prophet ﷺ sagte: ‚Das Beschimpfen des Muslims ist Frevel und ihn zu bekämpfen ist Kufr.'“

Referenz: Al-Buḫārī 48

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49. Von: ʿUbāda b. al-Ṣāmit

Es berichtete uns Qutayba ibn Saʿīd, es lehrte uns ʾIsmāʿīl ibn Ǧaʿfar von Ḥumayd von ʿUbāda ibn aṣ-Ṣāmit - möge Allāh mit ihm zufrieden sein -, dass der Gesandte Allāhs ﷺ hinausging, um die Nacht al-Qadr bekannt zu geben. Doch da gerieten sich zwei Männer der Muslime in die Haare. Er sagte: „Ich bin eigentlich zu euch hinausgegangen, um euch die Nacht al-Qadr bekannt zu geben. Doch als dieser und jener aneinandergerieten, entschwand sie. Vielleicht ist es so besser für euch. Erwartet sie in der siebten, neunten und fünften (Nacht)!“

Referenz: Al-Buḫārī 49

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37. Unterkapitel: Ǧibrīl fragte den Propheten ‎ﷺ nach dem Glauben, dem Islam, der Güte und dem Wissen um die Stunde

Als der Prophet ﷺ ihm dies erklärte, sagte er: „Ǧibrīl kam, um euch eure Religion zu lehren“, er bezeichnete also all dies als Religion. Zudem erklärte der Prophet ﷺ der Gesandtschaft von ʿAbdulqays, was zum Glauben gehöre. Zudem heißt es im Koran: „und wer eine andere Religion als die Gottergebenheit anstrebt, so wird das von ihm nicht angenommen.“ (Āl ʿImrān 3:85).

50. Von: Abū Hurayra

Es lehrte uns Musaddad, er sagte: Es lehrte uns ʾIsmāʿīl ibn ʾIbrāhīm, es berichtete uns ʾAbū Ḥayyān at-Taymī von ʾAbū Zurʿa von ʾAbū Hurayra: „Als eines Tages der Prophet ﷺ vor die Menschen trat, kam ein Mann auf ihn zu und fragte: ‚Was ist der Glaube?' Er antwortete: ‚Der Glaube ist, dass du an Allāh, Seine Engel, [Seine Bücher], das Treffen mit Ihm und Seine Gesandten glaubst, und dass du an die Auferstehung glaubst.' Er fragte: ‚Was ist der Islām?' Er antwortete: ‚Der Islām ist, dass du Allāh verehrst und Ihm nichts beigesellst, das Gebet verinnerlichst, die verpflichtende Zakāt entrichtest und den Ramaḍān fastest.' Er fragte: ‚Was ist die Güte (ʾiḥsān)?' Er antwortete: ‚Dass du Allāh verehrst, als ob du Ihn sähest. Und wenn du Ihn auch nicht siehst, so sieht Er dich.' Er fragte: ‚Wann ist die Stunde?' Er antwortete: ‚Der Befragte weiß darüber nicht mehr als der Fragende. Ich werde dir jedoch von ihren Anzeichen berichten: Wenn die Sklavin ihren Herrn gebiert und wenn die Hirten der dunklen Kamele im Bau hoher Gebäude wetteifern. Es sind fünf, die nur Allāh kennt.' Anschließend rezitierte der Prophet ﷺ: ‚Fürwahr, Allāh hat das Wissen über die Stunde [...]' (Luqmān 31:34). Dann ging er von dannen. Er sagte: ‚Holt ihn zurück!' Doch sie sahen nichts mehr. Er sagte: ‚Das war Ǧibrīl, der kam, um den Menschen ihre Religion zu lehren.'“ ʾAbū ʿAbdillāh [al-Buḫārī] sagte: „Er bezeichnete also all dies als Teil des Glaubens.“

Referenz: Al-Buḫārī 50

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38. Unterkapitel: Kapitel

ʾAbū al-Waqt und Karīma nennen hier ein Kapitel ohne Überschrift, alle anderen erwähnen hier kein Kapitel, zudem gehört der Hadith thematisch zu diesem Kapitel.


51. Von: ʿAbdullāh b. ʿAbbās

Es lehrte uns ʾIbrāhīm ibn Ḥamza, er sagte: Es lehrte uns ʾIbrāhīm ibn Saʿd von Ṣāliḥ von Ibn Šihāb von ʿUbaydullāh ibn ʿAbdillāh, dass ʿAbdullāh ibn ʿAbbās ihm berichtete, er sagte: Es berichtete mir ʾAbū Sufyān ibn Ḥarb, dass Herakleios ihn fragte: „Ich habe dich gefragt: ‚Nehmen sie ab oder zu?' Und du hast erwähnt, dass sie zunehmen. Und so ergeht es dem Glauben bis zu seiner Vollendung. Und ich habe dich gefragt: ‚Fällt manch einer aus Hass gegen seine Religion vom Glauben ab, nachdem er sie angenommen hatte?' Du hast dies verneint. Und so steht es um den Glauben, wenn seine Verheißung die Herzen durchdringt, dann hasst ihn niemand.“

Referenz: Al-Buḫārī 51

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39. Unterkapitel: Vorzug dessen, der seine Religion reinhält

52. Von: Al-Nuʿmān b. Bašīr

Es lehrte uns ʾAbū Nuʿaym, es lehrte uns Zakariyyāʾ von ʿĀmir, er sagte: Ich hörte an-Nuʿmān ibn Bašīr sagen: Ich hörte den Gesandten Allāhs ﷺ sagen: „Das Erlaubte ist offensichtlich und das Verbotene ist offensichtlich. Und zwischen beiden sind unklare Angelegenheiten, die viele Menschen nicht kennen. Wer also die unklaren Angelegenheiten meidet, der hält seine Religion und Ehre rein. Und wer den unklaren Angelegenheiten verfällt, ist wie ein Hirte, der um ein Gehege weiden lässt und beinahe hineingerät. Und jeder König hat ein Gehege. Und das Gehege Allāhs auf Erden sind Seine Verbote. Und im Körper ist ein Stück Fleisch: ist es gut, so ist der gesamte Körper gut. Doch ist es schlecht, so ist der gesamte Körper schlecht. Dies ist das Herz.“

Referenz: Al-Buḫārī 52

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